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Unternehmensnachfolge

Unternehmensnachfolge – rechtliche Lösungen für
Unternehmer, Familienunternehmen und Investoren

Die Unternehmensnachfolge zählt zu den komplexesten und folgenreichsten Entscheidungen im Leben eines Unternehmers. Sie berührt nicht nur das Unternehmen selbst, sondern auch die Familie, die Mitarbeiter und das Vermögen, das über Jahrzehnte aufgebaut wurde. Zugleich entscheidet die Nachfolge über die Sicherung von Arbeitsplätzen, den Fortbestand von Know-how und den Wert des Unternehmens am Markt.


Kafka Law berät Unternehmer, Familienunternehmen und Investoren bei der rechtlichen, steuerlichen und strukturellen Gestaltung von Unternehmensnachfolgen – mit höchster Präzision, strategischem Weitblick und klarer Orientierung an den individuellen Zielen unserer Mandanten.

Unternehmensnachfolge

Warum die Unternehmensnachfolge frühzeitig geregelt werden muss

Eine erfolgreiche Unternehmensnachfolge lässt sich nicht kurzfristig gestalten. Sie erfordert in der Regel mehrere Jahre Vorbereitung. Aktuelle Studien von KfW und DIHK zeigen, dass fehlende oder verspätete Nachfolgeregelungen in Deutschland zu einem der größten Risiken für die Stabilität des Mittelstands geworden sind. Unternehmen ohne klare Planung werden häufig unter Wert verkauft oder sogar stillgelegt – mit erheblichen Folgen für Eigentümer, Mitarbeiter und Geschäftspartner.


Frühzeitige Planung eröffnet entscheidende Handlungsspielräume:

  • Unternehmensfortführung: rechtzeitige Einarbeitung des Nachfolgers, Bindung des Managements und Absicherung durch Notfallpläne,
  • Rechtliche Klarheit: Abstimmung von Testament, Gesellschaftsvertrag, Ehevertrag und Abfindungsregelungen,
  • Konfliktvermeidung: Pflichtteilsverzichte, Abfindungsmodelle oder Mediation zur Vermeidung familiärer Auseinandersetzungen,
  • Steuerliche Optimierung: Nutzung von Freibeträgen, Verschonungsregelungen und steuerneutralen Umstrukturierungen.


Kafka Law begleitet Unternehmer bei der frühzeitigen Nachfolgeplanung und schafft Strukturen, die Stabilität sichern, Konflikte vermeiden und steuerliche Vorteile nutzen.


➡ Mehr erfahren: Frühzeitige Nachfolgeplanung

Unternehmensnachfolge

Gestaltungsformen der Unternehmensnachfolge


1. Unternehmensnachfolge durch lebzeitige Übertragung

Die vorweggenommene Erbfolge ist in vielen Fällen die vorteilhafteste Form der Unternehmensnachfolge. Dabei überträgt der Unternehmer das Unternehmen oder Gesellschaftsanteile bereits zu Lebzeiten – häufig unter Vorbehalt eines Nießbrauchs, um weiterhin Erträge zu sichern und Einfluss auf wesentliche Entscheidungen zu behalten.


Im Rahmen einer lebzeitigen Übertragung sind regelmäßig zu berücksichtigen:

  • die Ausschöpfung von Freibeträgen im Zehn-Jahres-Turnus,
  • die steuerliche Begünstigung und Verschonung von Betriebsvermögen,
  • die geordnete Einarbeitung des Nachfolgers in die Unternehmensführung,
  • die Vermeidung von Pflichtteilsergänzungsansprüchen durch rechtzeitige Planung.


Kafka Law entwickelt Übertragungskonzepte, die steuerliche Vorteile nutzen, rechtliche Risiken vermeiden und einen reibungslosen Übergang zwischen Unternehmer und Nachfolger ermöglichen.


➡ Mehr erfahren: Unternehmensnachfolge durch Schenkung


2. Unternehmensverkauf / externe Nachfolge

Fehlt ein geeigneter Nachfolger innerhalb der Familie oder sprechen strategische Gründe für eine Veräußerung, erfolgt die Nachfolge durch den Verkauf des Unternehmens. Käufer können Wettbewerber, Finanzinvestoren oder das bestehende Management sein. Ein solcher Prozess erfordert die sorgfältige rechtliche und steuerliche Begleitung, da es sich regelmäßig um eine komplexe M&A-Transaktion handelt.


Im Rahmen eines Unternehmensverkaufs sind regelmäßig zu berücksichtigen:

  • die Vorbereitung durch Exit Readiness und Vendor Due Diligence,
  • die Wahl der geeigneten Struktur (Asset Deal oder Share Deal),
  • die rechtssichere Gestaltung des Unternehmenskaufvertrages mit Garantien, Freistellungen und Covenants,
  • die steuerliche Optimierung des Veräußerungserlöses,
  • die Absicherung von Schlüsselmitarbeitern zur Sicherung der Unternehmensfortführung.


Kafka Law begleitet Unternehmer bei der externen Nachfolge mit einem strukturierten Verkaufsprozess, der Rechtssicherheit schafft, steuerliche Risiken minimiert und die Übergabe für Käufer und Verkäufer verlässlich gestaltet.


➡ Mehr erfahren: Unternehmensverkauf und externe Nachfolge


3. Unternehmertestament als Vorsorgeinstrument

Fehlt ein klar geregeltes Unternehmertestament, führt der Erbfall häufig zu Zersplitterung, Pflichtteilsansprüchen und Blockaden in der Gesellschaft. Ein rechtlich abgestimmtes Testament ist daher unerlässlich, um die Fortführung des Unternehmens im Erbfall sicherzustellen und die Handlungsfähigkeit zu wahren.


Im Rahmen eines Unternehmertestaments sind regelmäßig zu berücksichtigen:

  • die Abstimmung von Testament und Gesellschaftsvertrag, um widersprüchliche Regelungen zu vermeiden,
  • die Pflichtteilssteuerung durch Verzichtsverträge oder Abfindungsmodelle,
  • die Einsetzung eines Testamentsvollstreckers zur Sicherung der unternehmerischen Handlungsfähigkeit,
  • der Schutz des Unternehmens vor Zerschlagung durch Erbengemeinschaften.


Kafka Law entwickelt Unternehmertestamente, die auf die konkrete Unternehmens- und Gesellschaftsstruktur abgestimmt sind und damit eine stabile Grundlage für die Nachfolge schaffen.


➡ Mehr erfahren: Unternehmertestament


4. Familienholding und Holdingstrukturen

Die Errichtung einer Familienholding ist ein zentrales Instrument, um Unternehmensanteile über Generationen hinweg zusammenzuführen und dauerhaft zu sichern. Durch die Bündelung der Beteiligungen in einer gemeinsamen Struktur wird die Zersplitterung von Anteilen vermieden. Zugleich lassen sich klare Governance-Regeln verankern, die Zuständigkeiten und Entscheidungsprozesse innerhalb der Familie verbindlich ordnen.


Im Rahmen einer Familienholding sind regelmäßig zu berücksichtigen:

  • die rechtliche Bündelung von Gesellschaftsanteilen zur Sicherung der Einheit des Unternehmens,
  • die Ausgestaltung von Stimmrechten, Vetorechten und Entscheidungsmechanismen,
  • steuerliche Vorteile durch Thesaurierung, Vermeidung von Doppelbesteuerung und Begünstigungen bei Schenkung und Erbschaft.


Kafka Law berät bei der Konzeption und Umsetzung von Familienholding-Strukturen, die rechtliche Klarheit schaffen, steuerliche Vorteile nutzen und die langfristige Handlungsfähigkeit der Familie sicherstellen.


➡ Mehr erfahren: Familienholding

5. Unternehmensnachfolge über eine Stiftung

Die Errichtung einer Familienstiftung ist eine bewährte Möglichkeit, das Unternehmen dauerhaft zu sichern und die Zersplitterung durch Erbfälle zu verhindern. Die Leitlinien für die Unternehmensführung und die Stellung der Familienmitglieder werden in der Satzung verbindlich festgelegt. Auf diese Weise entsteht ein langfristig stabiles Regelwerk, das unabhängig von individuellen Erbfolgen wirkt.


Im Rahmen einer Stiftungslösung sind regelmäßig zu berücksichtigen:

  • der dauerhafte Schutz des Unternehmens vor Zerschlagung oder Aufteilung,
  • die klare Festlegung von Rechten und Pflichten der Begünstigten,
  • steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten, insbesondere die Behandlung der Erbersatzsteuer.


Kafka Law konzipiert und begleitet die Gründung von Familienstiftungen und stellt sicher, dass rechtliche, steuerliche und familiäre Aspekte in einem ausgewogenen Gesamtmodell zusammengeführt werden.


➡ Mehr erfahren: Familienstiftung


6. Gesellschaftsrechtliche Aspekte

Die Unternehmensnachfolge wird maßgeblich durch die gesellschaftsrechtlichen Grundlagen bestimmt. Insbesondere der Gesellschaftsvertrag legt fest, wer im Nachfolgefall Gesellschafter wird und unter welchen Bedingungen der Eintritt erfolgt. Fehlen klare Regelungen, drohen Blockaden, Streitigkeiten oder der Eintritt ungeeigneter Personen in die Gesellschaft.


Zu den wesentlichen Regelungspunkten zählen:

  • Nachfolgeklauseln zur Bestimmung der Eintrittsberechtigten,
  • Abfindungsregelungen zur Vermeidung von Liquiditätsrisiken,
  • Mitverkaufsrechte (Drag-/Tag-along), die die Position von Mehrheits- und Minderheitsgesellschaftern steuern,
  • Vinkulierungen und Zustimmungsvorbehalte zur Kontrolle von Anteilsübertragungen.


Kafka Law entwickelt Gesellschaftsverträge und Nachfolgeregelungen, die Rechtssicherheit schaffen, wirtschaftliche Stabilität gewährleisten und den geordneten Übergang des Unternehmens ermöglichen.


➡ Mehr erfahren: Gesellschaftsrecht und Nachfolge


7. Steuerrechtliche Aspekte

Steuern bestimmen wesentlich über den Erfolg einer Unternehmensnachfolge. Ohne rechtzeitige Planung können erbschaft- oder schenkungsteuerliche Belastungen erhebliche Liquiditätsengpässe verursachen und damit die Unternehmensfortführung gefährden. Eine vorausschauende steuerliche Strukturierung ist daher unverzichtbar.


Im Rahmen der steuerlichen Nachfolgeplanung sind regelmäßig zu berücksichtigen:

  • die Verschonung von Betriebsvermögen nach §§ 13a, 13b ErbStG,
  • die Verwaltungsvermögensquote sowie die Einhaltung von Lohnsummenregelungen,
  • steueroptimierte Umwandlungen wie Formwechsel, Spaltung oder Verschmelzung,
  • die einkommensteuerliche Behandlung von Anteilsverkäufen, insbesondere im Teileinkünfteverfahren oder unter der Abgeltungsteuer.


Kafka Law gestaltet Nachfolgelösungen so, dass steuerliche Risiken minimiert und die bestehenden gesetzlichen Begünstigungen optimal genutzt werden.


➡ Mehr erfahren: Steuerrecht und Unternehmensnachfolge



8. Notfallplanung für Unternehmer

Ein plötzlicher Krankheits- oder Todesfall kann die Handlungsfähigkeit eines Unternehmens erheblich beeinträchtigen. Ohne klare Regelungen drohen Blockaden in der Geschäftsführung, eingeschränkter Zugriff auf Konten und Verträge oder sogar der Stillstand des operativen Betriebs. Eine rechtzeitig aufgesetzte Notfallplanung sichert die Handlungsfähigkeit und schützt das Unternehmen vor unkontrollierten Entwicklungen.


Im Rahmen einer Notfallplanung sind regelmäßig zu berücksichtigen:

  • die Erstellung einer Vorsorgevollmacht und einer Generalvollmacht für unternehmerische Entscheidungen,
  • eine Patientenverfügung zur Regelung medizinischer Fragen,
  • gesellschaftsrechtliche Stellvertretungsregelungen, um Leitung und Vertretung abzusichern,
  • klare Zugriffsrechte auf Konten, Verträge und geschäftskritische Unterlagen.


Kafka Law entwickelt Notfallkonzepte, die rechtliche, organisatorische und wirtschaftliche Aspekte verbinden und so sicherstellen, dass Ihr Unternehmen auch im Ernstfall handlungsfähig bleibt.


➡ Mehr erfahren: Notfallplanung für Unternehmer

Unternehmensnachfolge

Branchenspezifische Beratung


Die Gestaltung der Unternehmensnachfolge erfordert neben fundiertem Gesellschafts-, Erb- und Steuerrecht ein tiefes Verständnis für die Besonderheiten einzelner Branchen. Gerade in regulierten Märkten und in kapitalintensiven Unternehmen entscheidet das Zusammenspiel von rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Faktoren über den Erfolg einer Nachfolgeregelung.


Kafka Law konzentriert sich auf Branchen, in denen die Komplexität hoch und die wirtschaftliche Tragweite erheblich ist – und in denen Mandanten typischerweise eine umfassende, vorausschauende Beratung benötigen.


Unternehmensnachfolge in Arzt- und Zahnarztpraxen / MVZ

Die Nachfolge in Arzt- und Zahnarztpraxen sowie Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) unterliegt besonderen berufs- und zulassungsrechtlichen Anforderungen. Jede Übergabe setzt die Zustimmung der zuständigen Kammern und der Kassenärztlichen Vereinigung voraus und erfordert die sorgfältige Abstimmung mit bestehenden Zulassungen und Einträgen im Arztregister.


Bei Praxisübernahmen oder Gesellschafterwechseln stehen regelmäßig folgende Themen im Mittelpunkt:

  • rechtliche Gestaltung der Übertragung unter Einhaltung der Zulassungsvorschriften,
  • vertragliche Absicherung von Patientenstamm, Goodwill und bestehenden Kooperationen,
  • Strukturierung des Gesellschaftereintritts in Gemeinschaftspraxen oder MVZ,
  • steuerliche Einordnung der Einkünfte und Abgrenzung zwischen selbständiger Tätigkeit und gewerblichen Einkünften.


Kafka Law begleitet Ärzte, Zahnärzte und MVZ-Träger bei der rechtssicheren Planung und Umsetzung der Praxisnachfolge und stellt sicher, dass regulatorische, gesellschaftsrechtliche und steuerliche Aspekte aufeinander abgestimmt sind.


➡ Mehr erfahren: Praxisnachfolge Ärzte und Zahnärzte


Unternehmensnachfolge in Apotheken

Die Übergabe oder Veräußerung einer Apotheke ist durch strenge gesetzliche Rahmenbedingungen geprägt. Nach dem Apothekengesetz darf eine Apotheke ausschließlich von einem approbierten Apotheker betrieben werden. Jede Nachfolge setzt daher die Anpassung der Betriebserlaubnis sowie die Zustimmung der zuständigen Aufsichtsbehörden voraus.


Im Rahmen einer Apothekennachfolge sind regelmäßig zu berücksichtigen:

  • die rechtliche Übertragung von Konzession und Betriebserlaubnis,
  • die Einbindung von Immobilien – sei es durch Eigentum oder Mietverträge,
  • die Finanzierung der Übernahme und deren vertragliche Absicherung,
  • die steuerliche Strukturierung der Übergabe, insbesondere im Hinblick auf Goodwill und Warenlager.


Kafka Law gestaltet Apothekennachfolgen so, dass regulatorische Anforderungen, vertragliche Sicherheit und steuerliche Effizienz in einem stimmigen Gesamtkonzept zusammengeführt werden.


️ ➡ Mehr erfahren: Apothekennachfolge


Unternehmensnachfolge in Bau- und Immobilienunternehmen

Die Nachfolge in Bau- und Immobilienunternehmen ist komplex, da regelmäßig sowohl das operative Baugeschäft als auch umfangreiches Immobilienvermögen einzubeziehen sind. Häufig bestehen GmbH- oder GmbH & Co. KG-Strukturen; in vielen Fällen wird das Immobilienvermögen in separaten Gesellschaften gehalten oder in einer Weise genutzt, die steuerliche und rechtliche Besonderheiten auslöst.

Im Rahmen einer Unternehmensnachfolge sind regelmäßig zu berücksichtigen:


  • die Übertragung laufender Bau- und Projektverträge sowie die Absicherung bestehender Gewährleistungsverpflichtungen,
  • die Behandlung von Immobilienvermögen im Erbschaft- und Schenkungssteuerrecht, insbesondere die Abgrenzung zwischen begünstigtem Betriebs- und schädlichem Verwaltungsvermögen,
  • die grunderwerbsteuerlichen Konsequenzen bei Anteilsübertragungen oder Umstrukturierungen,
  • die Abstimmung von Besitz- und Betriebsstrukturen, insbesondere bei bestehenden Betriebsaufspaltungen.


Kafka Law entwickelt Nachfolgelösungen, die operative Kontinuität sicherstellen, steuerliche Belastungen minimieren und die besonderen Schnittstellen zwischen Baugeschäft und Immobilienvermögen rechtlich zuverlässig ordnen.


️ ➡ Mehr erfahren: Nachfolge Bau- und Immobilienwirtschaft


Unternehmensnachfolge im Maschinenbau und produzierenden Gewerbe

Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau sowie in der industriellen Fertigung stehen bei der Nachfolgeplanung vor besonderen Anforderungen. Komplexe Liefer- und Entwicklungsverträge, internationale Zulieferketten, der Schutz von Technologien und Marken sowie langfristige Kundenbindungen erfordern eine sorgfältige rechtliche und steuerliche Strukturierung.


Zentrale Themen sind:

  • Ausgestaltung und Übertragung von Gesellschaftsverträgen und Beteiligungen
  • Absicherung von Produktions- und Lieferverpflichtungen im Rahmen der Übergabe
  • Schutz und Übertragung von geistigem Eigentum (Patente, Marken, Lizenzrechte)
  • Optimierung der steuerlichen Struktur, insbesondere bei grenzüberschreitenden Verflechtungen
  • Gestaltung der Nachfolge durch Verkauf, Management-Buy-in oder familieninterne Übergabe


Kafka Law entwickelt für Unternehmen im Maschinenbau und produzierenden Gewerbe Nachfolgelösungen, die Rechtssicherheit schaffen, steuerliche Belastungen minimieren und die operative Kontinuität sichern.


➡ Mehr erfahren: Nachfolge Maschinenbau / Industrie


Unternehmensnachfolge in IT- und Softwareunternehmen

Bei IT- und Softwareunternehmen liegt der Schwerpunkt der Nachfolgeplanung auf immateriellen Vermögenswerten. Patente, Marken, Softwarelizenzen und das Know-how zentraler Mitarbeiter bestimmen maßgeblich den Unternehmenswert und müssen rechtlich klar abgesichert sein. Käufer sind häufig strategische Investoren oder Private-Equity-Gesellschaften, die auf eine belastbare Vertrags- und Rechtegestaltung achten.


Im Rahmen einer Unternehmensnachfolge sind regelmäßig zu berücksichtigen:

  • die rechtliche Sicherung und Übertragung von IP-Rechten, Marken und Softwarelizenzen,
  • die Gestaltung von Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen (ESOP/VSOP) zur Bindung von Schlüsselpersonen,
  • die Ausgestaltung von Share- oder Asset-Deals einschließlich der steuerlichen Optimierung,
  • die vertragliche Absicherung von Kunden- und Lizenzverträgen im Übergang.


Kafka Law begleitet IT- und Softwareunternehmen bei der Nachfolge, indem rechtliche, steuerliche und vertragsgestalterische Aspekte in ein einheitliches, tragfähiges Konzept integriert werden.


➡ Mehr erfahren: Nachfolge IT- und Softwareunternehmen



Unternehmensnachfolge in der Pflege- und Sozialwirtschaft

Die Nachfolge in Pflegeheimen und ambulanten Pflegediensten ist durch eine besonders dichte Regulierung geprägt. Heimgesetze, Versorgungsverträge mit Kostenträgern und sozialrechtliche Vorgaben bestimmen maßgeblich die Rahmenbedingungen einer Übergabe. Käufer sind häufig große Träger oder Investoren, die besonderen Wert auf eine rechtssichere Struktur und die Fortführung bestehender Verträge legen.


Im Rahmen einer Unternehmensnachfolge sind regelmäßig zu berücksichtigen:

  • die Übertragung und Anpassung von Versorgungsverträgen und behördlichen Genehmigungen,
  • die Einhaltung sozialrechtlicher und arbeitsrechtlicher Anforderungen,
  • die Prüfung bestehender Finanzierungs- und Immobilienstrukturen,
  • die steuerliche und gesellschaftsrechtliche Ausgestaltung der Übergabe.


Kafka Law begleitet Pflege- und Sozialunternehmen bei der Nachfolge, indem regulatorische Anforderungen, vertragliche Sicherheit und steuerliche Aspekte in einem abgestimmten Gesamtkonzept umgesetzt werden.


➡ Mehr erfahren: Nachfolge Pflege- und Sozialwirtschaft


Unternehmensnachfolge

Unser Leistungsangebot

1. Transaktionsanalyse und Strategieüberlegung

Im ersten Schritt einer Akquisition liegt der Fokus auf der rechtlichen Fundierung strategischer Zielsetzungen. Gegenstand dieser Phase ist die sorgfältige Analyse der strukturellen und regulatorischen Ausgangsbedingungen sowie der unternehmensspezifischen Rahmenparameter, die für den Zuschnitt einer rechtlich tragfähigen und wirtschaftlich anschlussfähigen Transaktionsstruktur maßgeblich sind. Unsere Beratung erfolgt strukturiert, interdisziplinär abgestimmt und mit Blick auf eine belastbare Entscheidungsgrundlage für die weitere Strukturierung.


Unsere Leistungen umfassen insbesondere:


  • Strukturaufnahme auf Käuferseite: Erhebung und rechtliche Auswertung der gesellschaftsrechtlichen, regulatorischen und konzernorganisatorischen Ausgangssituation, einschließlich gruppeninterner Kontrollmechanismen, Stimmbindungen, Cash-Pooling-Mechanismen, Finanzierungsrestriktionen sowie regulatorisch relevanter Schwellen (z. B. Beteiligungsgrenzen nach Außenwirtschaftsrecht oder sektorspezifische Genehmigungspflichten).


  • Erwerbsmodellprüfung: Rechtliche Vorstrukturierung möglicher Erwerbsansätze – etwa vollständiger Anteilserwerb bei Holdingstrukturen mit nachgelagerter operativer Einheit, sukzessiver Beteiligungserwerb mit gesicherter Kontrollkomponente, oder Einbringung in eine strategische Plattformgesellschaft mit Governance-Kopplung – unter Berücksichtigung steuerlicher Erwerbsnebenwirkungen, Transaktionskosten und Strukturtransparenz.


  • Analyse der Zielstruktur: Erste rechtliche Beurteilung der Beteiligungs-, Vertrags- und Finanzierungsstruktur des Zielunternehmens, insbesondere im Hinblick auf bestehende Mitspracherechte Dritter (z. B. Zustimmungserfordernisse in Gesellschaftervereinbarungen), vorvertragliche Bindungen (z. B. Vorkaufsrechte, Mitverkaufsverpflichtungen), langfristige Vertragsbindungen (z. B. Betriebsimmobilien mit gesicherter Laufzeitbindung) sowie potenzielle Integrationsbarrieren.


  • Governance- und Kontrollkonzeption: Entwicklung erster Hypothesen für die zukünftige Governance-Struktur unter Berücksichtigung unternehmerischer Einflussrechte, Berichtslinien, Zustimmungsbedarfe sowie möglicher Organdualitäten zwischen Altgesellschaftern und Erwerberseite.


  • Strategische Transaktionsplanung: Entwicklung eines rechtlich umsetzbaren, wirtschaftlich tragfähigen und organisatorisch steuerbaren Transaktionsansatzes, einschließlich erster Überlegungen zur Strukturabfolge (z. B. Pre-Signing-Vorbereitung, Zwischenschritte, Closing-Voraussetzungen), zur Einbettung in bestehende Holdingstrukturen sowie zur Absicherung etwaiger Drittbeteiligungen.


Ziel ist eine differenzierte, rechtlich fundierte und strategisch konsistente Entscheidungsgrundlage, die den weiteren Prozessverlauf strukturiert, Investitionsrisiken frühzeitig adressiert und Anschlussfähigkeit gegenüber internen und externen Stakeholdern sichert.

2. Transaktionsstrukturierung und Prozessvorbereitung

Im Anschluss an die strategische Zieldefinition erfolgt die konkrete Ausgestaltung der rechtlichen Erwerbsstruktur sowie die systematische Vorbereitung des Transaktionsprozesses. Zentrale Zielsetzung ist die rechtlich präzise, wirtschaftlich konsistente und operativ durchführbare Abbildung des Erwerbsmodells in einer belastbaren Struktur, die sowohl Transaktionsfähigkeit als auch Absicherung ermöglicht.


Unsere Leistungen umfassen insbesondere:


  • Ausgestaltung der Erwerbsstruktur:  Entwicklung einer rechtlich tragfähigen und steuerlich abgestimmten Erwerbsstruktur, etwa durch Erwerb über eine neu gegründete Erwerbsgesellschaft (NewCo), Einbindung von Fremdkapitalgebern mit Sicherheitenstruktur, Holdinganbindung zur Gruppeneinbettung oder Vorzugseinbindung bestehender Altgesellschafter mittels Governance-Bindungen und Stimmbindungsvereinbarungen.


  • Gestaltung der Governance auf Erwerberseite: Strukturierung von Kontrollrechten, Weisungsverhältnissen und Berichtspflichten innerhalb der Beteiligungskette, inklusive Abstimmung von Vetorechten, Informationsrechten, Zustimmungsbedarfen und etwaigen Tagging/Dragging-Klauseln bei geplanter Mitbeteiligung Dritter.


  • Rechtliche Strukturierung des Transaktionsablaufs: Entwicklung eines vollständigen Ablaufmodells mit allen wesentlichen rechtlichen Handlungsschritten von der Unterzeichnung bis zum Vollzug, inklusive Gestaltung von Signing- und Closing-Bedingungen, Eskalationsmechanismen, Vollmachtsregelungen und materiellen Voraussetzungen für Transaktionsreife.


  • Vertragsvorbereitung auf Käuferseite:  Erstellung oder rechtliche Prüfung erster indikationsbasierter Dokumente wie Non-Binding Offers, Term Sheets oder strukturierter Letters of Intent, mit klarer Trennung zwischen verhandlungsrelevanten Eckpunkten, Prozesssicherungsmechanismen und Vorbehalten.


  • Sicherung der prozessualen Handlungsfähigkeit: Abstimmung interner Governance-Vorgaben auf Erwerberseite (z. B. interne Zustimmungsprozesse, Bevollmächtigungen, Investitionsgrenzen), Einrichtung eines rechtlich tragfähigen Projektmanagements (Dokumentenstruktur, Kommunikationsregelungen, Koordinationsmechanismen) und Vorbereitung rechtlich erforderlicher Genehmigungsprozesse (z. B. FDI, Kartellrecht).


  • Frühzeitige Abstimmung auf Warranty & Indemnity-Versicherungen: Prüfung der versicherungsseitigen Voraussetzungen für eine Warranty & Indemnity-Versicherung, inklusive Dokumentationsstrategie, Disclosure-Vorbereitung und risikoorientierter Voranalyse zur Bewertung der Underwriting-Fähigkeit der angestrebten Struktur.


Ziel ist ein strukturierter, rechtlich belastbarer und strategisch durchführbarer Transaktionsansatz, der die wirtschaftlichen Interessen des Käufers wahrt, prozessuale Risiken kontrolliert und den Transaktionsprozess auf eine rechtlich tragfähige Grundlage stellt.

3. Rechtliche Prüfung und Risikoeinordnung 

Die rechtliche Due Diligence bildet den zentralen Prüfungsbaustein zur Identifikation, Einordnung und Steuerung transaktionsrelevanter Risiken. Sie schafft die Grundlage für eine strukturadäquate vertragliche Absicherung, eine risikogerechte Kaufpreisgestaltung sowie eine fundierte Entscheidung über Struktur, Timing und Umfang der Akquisition. Unsere Prüfung erfolgt risikoorientiert, verhandlungsfokussiert und mit Blick auf die Integration in die Zielstruktur des Käufers.


Unsere Leistungen umfassen insbesondere:


  • Rechtliche Gesamtprüfung mit Risikofokus: Durchführung einer strukturierten Legal Due Diligence unter Einbeziehung sämtlicher prüfungsrelevanter Rechtsbereiche, insbesondere Gesellschaftsrecht (Beteiligungs- und Kontrollverhältnisse, Satzung, Gesellschaftervereinbarungen), Vertragsrecht (Schlüsselverträge, Änderungsklauseln, Laufzeiten, Kündigungsrechte), Arbeitsrecht (Betriebsvereinbarungen, Geschäftsführerverträge, Pensionszusagen), IP/IT (Rechtekette, Lizenzen, Open Source, Schutzrechte), Immobilienrecht (Eigentum, Mietverhältnisse, Belastungen), Datenschutz (Compliance, Haftungsrisiken), Finanzierungsstruktur (Kreditverträge, Covenants, Sicherheiten) sowie öffentlich-rechtliche Rahmenbedingungen (z. B. Genehmigungen, Fördermittel, Exportkontrolle).


  • Risikobewertung und Handlungsempfehlungen: Einordnung identifizierter Sachverhalte hinsichtlich ihrer rechtlichen Relevanz, wirtschaftlichen Auswirkung und vertraglichen Steuerbarkeit, mit systematischer Abgrenzung zwischen verhandelbaren Risiken, versicherbaren Sachverhalten (W&I) und strukturrelevanten Dealbreakern.


  • Erstellung eines Red Flag Reports oder Vollgutachtens: Aufbereitung der wesentlichen Ergebnisse im Rahmen eines strukturierten Reports, je nach Transaktionsphase als Red Flag Review (Transaktionsrelevanz, Risikogewicht, Steuerbarkeit) oder als umfassende Legal Due Diligence mit Anlagenverzeichnis, Kommentierung einzelner Dokumente und Querverweisen auf Vertragsgestaltungsempfehlungen Ableitung konkreter Vertragsimplikationen: Überführung der Prüfergebnisse in konkrete Handlungsanweisungen für die Vertragsdokumentation, insbesondere durch Entwicklung eines passgenauen Garantiekatalogs, Vorschläge für Freistellungsklauseln, Cap/De-Minimis/Basket-Systematik, Kaufpreismechanismen (z. B. Retention, Earn-Out, Escrow) sowie Rücktrittsrechte und Closing Conditions.


  • Versicherbarkeit und W&I-Anbindung: Analyse der Eignung wesentlicher Risiken für eine Absicherung über eine Warranty & Indemnity-Versicherung, Vorbereitung underwriting-fähiger Disclosure-Materialien, Begleitung von Underwriting Calls sowie rechtliche Koordination mit Maklern und Versicherern.


Ziel ist ein rechtlich fundiertes, wirtschaftlich übersetzbares und strukturell anschlussfähiges Risikoprofil, das eine präzise und verhandlungsstarke Ausgestaltung der Transaktionsverträge ermöglicht und die Grundlage für eine risikoadjustierte Investitionsentscheidung bildet.

4. Vertragsgestaltung und Vertragsabschluss

Die rechtliche Ausgestaltung der Transaktionsverträge bestimmt Reichweite, Wirksamkeit und wirtschaftliche Durchsetzbarkeit der vereinbarten Parameter. Im Käufermandat zielt die Vertragsgestaltung auf die risikoadjustierte Absicherung der Investition, die steuerbare Integration des Zielunternehmens und die Vermeidung nachvertraglicher Belastungen. Die Vertragsarchitektur wird dabei im Lichte der Due Diligence-Ergebnisse, der geplanten Governance-Struktur und der geplanten Absicherungsmechanismen entwickelt.


Unsere Leistungen umfassen insbesondere:


  • Vertragsentwurf und Verhandlung: Erstellung, Prüfung und strategisch ausgerichtete Verhandlung sämtlicher transaktionsrelevanter Vertragswerke, insbesondere Unternehmenskaufverträge (SPA/APA), Beteiligungsverträge, Gesellschaftervereinbarungen und etwaiger Nebenabreden (z. B. Managementverträge, Liefer- oder Lizenzverträge, IP-Übertragungsvereinbarungen) Kaufpreis- und Zahlungsmechanik: Ausgestaltung des Kaufpreismechanismus unter Berücksichtigung bilanzbezogener Anpassungsklauseln (Closing Accounts), Fixpreisregelungen mit Locked Box, Earn-Out-Komponenten oder Retention-Modellen, einschließlich Definition des wirtschaftlichen Stichtags, Zahlungsmodalitäten, Escrow-Strukturen und steuerlicher Behandlung.


  • Haftungssystematik und Garantien: Entwicklung eines gestuften Garantiekonzepts mit Differenzierung zwischen Fundamentalgarantien (z. B. Eigentum an Anteilen, Vertretungsbefugnis), operativen Garantien (z. B. Vertragsbeziehungen, Compliance, Umwelt, Arbeitsverhältnisse) und Steuergarantien; Festlegung von De-Minimis-Schwellen, Basket-Mechanismen, Cap, Verjährungsregelungen sowie Modalitäten der Rechtsausübung.

 

  • Freistellungen und Risikozuweisung: Vertragsseitige Absicherung identifizierter oder strukturbedingter Risiken (z. B. Altverbindlichkeiten, Pensionszusagen, streitige Steuerfragen, anhängige Verfahren) über spezifische Freistellungsklauseln, unter Einbindung von Zugriffsmöglichkeiten auf Escrow-Konten oder Rückforderungsrechten bei Triggern Integration der W&I-Versicherung: Abstimmung der vertraglichen Garantie- und Haftungsregelungen auf die Anforderungen der Warranty & Indemnity-Versicherung, insbesondere hinsichtlich Deckungssystematik, Formulierungen, Ausschlussregelungen, Offenlegungsmaßstab, No Claims Declaration, Bring-Down-Certificate sowie Nachhaftungsgrenzen.


  • Vollzugsbedingungen und Rücktrittsrechte: Gestaltung der aufschiebenden Bedingungen (Conditions Precedent), z. B. behördliche Genehmigungen, Drittzustimmungen, Aufhebung bestimmter Verträge oder gesellschaftsrechtliche Strukturmaßnahmen, einschließlich Regelungen zum Rücktritt oder Anpassung bei Nichterfüllung.


  • Governance und Mitwirkungsrechte: Vertragliche Absicherung der zukünftigen Einflussnahme des Käufers (bei Teil- oder Rückbeteiligungen), insbesondere durch Vetorechte, Berichtspflichten, Zustimmungserfordernisse und Ausschüttungsregelungen. 


  • Wettbewerbs- und Verhaltensregelungen: Vereinbarung nachvertraglicher Nebenpflichten wie Wettbewerbsverbote, Abwerbeverbote, Vertraulichkeit, Nichtverwertung, Rückgabe- oder Löschungsverpflichtungen in Bezug auf sensible Informationen und IP, Rechtswahl.


  • Streitbeilegung und Gerichtsstand: Festlegung geeigneter Schieds- oder Gerichtsstandsregelungen, Strukturierung interner Streitbeilegungsmechanismen (z. B. Mediation, Schiedsgutachter), Mitwirkungspflichten der Parteien sowie Absicherung vertraglicher Schlussbestimmungen.


Ziel ist ein rechtlich tragfähiges und wirtschaftlich durchsetzbares Vertragswerk, das Risiken angemessen adressiert, Investitionsziele schützt und spätere Streitigkeiten durch strukturelle Klarheit und vorausschauende Regelung vermeidet.

5. Transaktionsvollzug und Übergang der Kontrolle

Mit dem Vollzug (Closing) wird der wirtschaftliche Übergang des Zielunternehmens vollzogen. In dieser Phase begleiten wir den Käufer bei der rechtlich strukturierten und absicherungsfähigen Durchführung der vereinbarten Vollzugshandlungen. Ziel ist die vollständige rechtswirksame Übertragung der Beteiligung, die Herstellung operativer Handlungsfähigkeit und die Sicherstellung der Integration in die bestehende Unternehmensstruktur.


Unsere Leistungen umfassen insbesondere:


  • Koordination und Dokumentation der Closing Conditions: Prüfung der aufschiebenden Bedingungen einschließlich kartell- und investitionsrechtlicher Freigaben, gesellschaftsrechtlicher Zustimmungen, Beendigung oder Novation wesentlicher Verträge, Drittzustimmungen (z. B. Vermieter, Kunden, Banken), sowie Abgleich mit den vertraglich vereinbarten Voraussetzungen für das Closing.


  • Erstellung eines Closing Memorandums: Strukturierung aller Vollzugshandlungen in einem rechtlich dokumentierten Ablaufplan mit verbindlichen Zuständigkeiten, Reihenfolgen, Fristen und wechselseitigen Abhängigkeiten der einzelnen Handlungsschritte.


  • Rechtlich gesicherter Vollzug: Vorbereitung und Durchführung der Vollzugshandlungen, einschließlich Übertragungsakte (z. B. Abtretungen, Anteilsübertragungen), Kapitalmaßnahmen (z. B. Einziehung, Kapitalerhöhung), Registeranmeldungen, Mitteilungen an Aufsichtsbehörden sowie Ausführung von Zahlungsanweisungen und Sicherheitenbestellungen.


  • Übergang wirtschaftlicher Kontrolle: Klärung der Zurechnung von Nutzen, Lasten, Chancen und Risiken durch präzise Bestimmung des wirtschaftlichen Stichtags, Prüfung der Abgrenzungsregelungen für laufende Verträge und Bilanzposten, Herstellung faktischer Unternehmensverfügbarkeit.


  • Abwicklung von Escrow- und Zahlungsmechanismen: Durchführung von Zahlungen nach Maßgabe der vertraglichen Vereinbarungen, insbesondere Einzahlungen in Treuhandkonten, Kaufpreiszahlung, Earn-Out-Mechanismen, Kaufpreisanpassungen sowie parallele Zahlungsflüsse im Rahmen von Debt Push Down-Strukturen.


  • W&I-versicherungsrelevante Erklärungen: Abgabe von No Claims Declarations, Bring Down Certificate, Koordination mit dem W&I-Versicherer, Nachweisführung zu versicherungsrelevanten Erklärungen und Rückversicherungsregelungen.


Ziel ist ein vollständiger, rechtssicherer und dokumentierter Übergang des Zielunternehmens in den Einflussbereich des Käufers – in voller operativer Handlungsfähigkeit und unter Beachtung sämtlicher vertraglich und gesetzlich relevanter Voraussetzungen. 

6. Vollzugsnachbereitung und Strukturintegration

Nach dem Vollzug der Transaktion beginnt die Phase der strukturellen Eingliederung des Zielunternehmens in die Erwerberstruktur. Im Mittelpunkt stehen die juristisch belastbare Implementierung der Governance, die konsistente Verankerung des Beteiligungserwerbs in den gesellschaftsrechtlichen und steuerlichen Rahmen des Käufers sowie die Nachsteuerung vertraglicher oder tatsächlicher Strukturelemente. Unsere Begleitung in dieser Phase sichert die rechtliche Operationalisierung der erworbenen Beteiligung und stellt die steuer- und haftungsrechtliche Ordnung der Gesamtstruktur sicher.


Unsere Leistungen umfassen insbesondere:


  • Post-Closing-Governance-Implementierung: Umsetzung der vereinbarten Governance-Struktur, etwa durch Satzungsänderungen, Einziehung oder Ausgabe von Gesellschaftsanteilen, Umbesetzung von Organen, Installierung von Beiräten, Einrichtung von Zustimmungsvorbehalten oder Berichtspflichten gegenüber der Erwerbergesellschaft.


  • Rechtliche Eingliederung in bestehende Konzern- oder Beteiligungsstruktur: Anpassung von Ergebnisabführungs-, Beherrschungs- oder Verrechnungspreisvereinbarungen, Harmonisierung gruppeninterner Vertragsbeziehungen (z. B. Betriebsführungs-, Lizenz-, Dienstleistungs- oder Finanzierungsverträge), Integration in Cash-Pooling- und Compliance-Systeme.


  • Strukturelle Nachsteuerung: Umsetzung vertraglich vorgesehener Folgepflichten (z. B. Rückbeteiligungen, Earn-Out-Korrekturen, Optionsrechte), gesellschaftsrechtliche Umstrukturierungen (z. B. Formwechsel, Verschmelzungen, Asset-Strippings), Klärung und Bereinigung etwaiger offener Punkte aus der Due Diligence oder Vollzugsphase.


  • Transparente Strukturpflege: Ordnung und Dokumentation aller gesellschaftsrechtlich und steuerlich relevanten Umstellungen, etwa durch Nachdokumentation von Maßnahmen, Sicherstellung der Eintragung im Handelsregister, Harmonisierung von Geschäftsführerverträgen und internen Regelwerken.


  • Vorbereitung auf potenzielle Exit-Szenarien: Entwicklung einer rechtlich tragfähigen Exit-Infrastruktur, z. B. durch klare Anteils- und Stimmrechtsverhältnisse, strukturierte Gewinnverwendungsregelungen, sowie Beseitigung potenzieller Bewertungshemmnisse für Dritte. 


Ziel ist eine rechtlich kohärente, steuerlich anschlussfähige und langfristig steuerbare Eingliederung der erworbenen Beteiligung – im Einklang mit der strategischen Zielstruktur des Käufers.

1. Transaktionsanalyse und Strategieüberlegung

Auf Verkäuferseite steht die rechtliche Vorstrukturierung eines geordneten, absicherungsfähigen und wertmaximierenden Verkaufsprozesses im Mittelpunkt. Die Ausgangsstruktur des Unternehmens – insbesondere bestehende Beteiligungsverhältnisse, Kapitalstruktur, gesellschaftsvertragliche Bindungen und finanzielle Rahmenbedingungen – ist dabei regelmäßig ebenso transaktionsprägend wie die Zielsetzung des Verkaufs. Unsere Begleitung erfolgt vorausschauend, strukturierend und mit Blick auf ein rechtsfestes Fundament für alle weiteren Prozessphasen.


Unsere Leistungen umfassen insbesondere:


  • Analyse der veräußerungsbezogenen Strukturparameter: Rechtliche Prüfung der Beteiligungsstruktur, insbesondere hinsichtlich Stimmrechtsverhältnissen, Mehrheits- oder Vetorechten, bestehender Poolvereinbarungen, Vinkulierungen, Haltefristen sowie möglicher Bindungen an Fremdkapitalgeber (z. B. Rangrücktrittsvereinbarungen, Change-of-Control-Klauseln, Covenants).


  • Vorprüfung transaktionskritischer Sachverhalte: Identifikation rechtlicher Strukturdefizite, die einem kontrollierten Verkaufsprozess entgegenstehen könnten – etwa komplexe Verflechtungen mit Schwester- oder Konzerngesellschaften, Verpachtung an Gesellschafter, atypisch stille Beteiligungen, unausgeglichene Geschäftsführeranstellungsverträge oder offene gesellschaftsrechtliche Streitstände.


  • Veräußerungskonzeption: Entwicklung eines rechtlich tragfähigen Transaktionsmodells – etwa als Anteilskauf mit Rückbeteiligung, Verkauf durch vorgelagerten Carve-Out, konzerninterne Strukturvorbereitung oder Holding-Level-Exit – unter Berücksichtigung der Interessenlage der Altgesellschafter, der steuerlichen Optimierungsmöglichkeiten sowie der bestehenden vertraglichen Strukturbindungen.


  • Transaktionsfähigkeit der Gesellschaft: Vorbereitung und rechtliche Bewertung struktureller Vormaßnahmen – z. B. Bereinigung von Gesellschafterlisten, Verschlankung der Geschäftsführungsstruktur, Harmonisierung von Dienstleistungsverträgen innerhalb von Unternehmensgruppen, Entlastung oder Neuordnung gesellschaftsrechtlicher Haftungskonstellationen.


  • Strategische Käuferanalyse aus rechtlicher Sicht: Erste Einordnung potenzieller Investoren oder Käufergruppen unter Berücksichtigung kartellrechtlicher, investitionskontrollrechtlicher oder sonstiger regulatorischer Anforderungen sowie deren Auswirkungen auf den zu strukturierenden Prozess (z. B. längere Genehmigungsfristen, Offenlegungspflichten, Vorbereitungsaufwand für Freigabeverfahren).


Ziel ist eine rechtlich tragfähige Ausgangsposition für ein professionelles und absicherungsfähiges Verkaufsverfahren, das sowohl den Interessen des Gesellschafterkreises als auch den Anforderungen eines investorenfähigen Prozesses gerecht wird.

2. Transaktionsstrukturierung und Prozessvorbereitung

Für den Verkäufer beginnt mit der Strukturierungs- und Vorbereitungsphase die eigentliche Operationalisierung des Veräußerungsvorhabens. Im Vordergrund steht die rechtliche Konzeption eines absicherungsfähigen Transaktionsmodells, die risikoadjustierte Ausgestaltung der Verkaufsstruktur sowie die vertragliche Rahmung des indikationsgestützten Erstkontakts mit potenziellen Erwerbern.


Unsere Leistungen umfassen insbesondere:


  • Strukturierung des Verkaufsmodells: Entwicklung einer rechtlich tragfähigen und steuerlich optimierten Veräußerungsstruktur – etwa als Share Deal über eine Verkaufsvehikelstruktur mit Vorab-Carve-Outs, als Asset Deal bei heterogenen Vermögenskomponenten oder als kombinierter Anteilskauf mit Rückbeteiligung und Governance-Kopplung –, unter Berücksichtigung vertraglicher Vorbindungen, Nachhaftungsrisiken und Nachsteuerungserfordernissen.


  • Vertragliche Vorstrukturierung: Erstellung und rechtliche Prüfung von indikationsbasierten Dokumenten wie strukturierte Letters of Intent, indikative Angeboten oder Term Sheets mit absicherungsfähiger Abgrenzung zwischen wirtschaftlichen Parametern (Preis, Struktur, Earn-Out-Mechanismen) und rechtlichen Vorbehalten (Due Diligence, Finanzierungsvorbehalt, behördliche Genehmigungen).


  • Gestaltung von Vertraulichkeit und Exklusivität: Entwurf und Verhandlung von NDAs mit Fokus auf Transaktionsschutz, Datenraumintegrität, zeitliche und sachliche Zugriffsbeschränkungen, sowie strukturierter Ausgestaltung von Exklusivitätsvereinbarungen, inkl. Break Fees, No-Shop-Klauseln und Eskalationsmechanismen bei Prozessverzögerung.


  • Rechtliche Prozesskonzeption: Entwicklung einer tragfähigen Transaktionsarchitektur mit abgestimmtem Zeitplan, Zuweisung von Zuständigkeiten innerhalb der Verkäuferstruktur, klaren Regelungen zur Prozessführung, Einrichtung eines rechtlich strukturierten Datenraums inklusive Zugriffskonzept, Disclosure-Regime und rechtssicherer Dokumentation.


  • Absicherung strategischer Optionen: Rechtliche Vorbereitung alternativer Veräußerungsszenarien für den Fall struktureller Hürden oder divergierender Käuferprofile, einschließlich Aufteilung in Teilgesellschaften, Spin-offs oder Asset-Stripping-Modelle mit anschließender Anteilsveräußerung.


  • W&I-Vorbereitung auf Verkäuferseite: Strukturierung der transaktionsrelevanten Vorkehrungen zur Ermöglichung einer W&I-Versicherung – etwa durch Disclosure-Vorbereitung, Definition des relevanten Offenlegungsmaßstabs, strategische Dokumentation und Auswahl geeigneter Referenzunterlagen für den Underwriting-Prozess.


Ziel ist die rechtssichere, dokumentierte und strategisch gesteuerte Vorbereitung eines strukturierten Verkaufsprozesses, der prozessuale Handlungsfähigkeit gewährleistet, wirtschaftliche Zielgrößen absichert und spätere Verhandlungspositionen rechtlich fundiert vorbereitet.

3. Rechtliche Prüfung und Risikoeinordnung 

Im Verkäufermandat dient die rechtliche Prüfung und Risikobewertung vor allem der strategischen Prozesssteuerung, der kontrollierten Risikodokumentation und der absicherungsfähigen Vorbereitung auf Käuferaudits. Ziel ist die rechtlich belastbare Präsentation des Zielunternehmens, die Minimierung nachvertraglicher Haftungsrisiken sowie die gezielte Vorbereitung auf W&I-Prozesse und Vertragsverhandlungen.


Unsere Leistungen umfassen insbesondere:


  • Vorbereitung einer Vendor Due Diligence oder Buyer-Facing Disclosure: Strukturierte rechtliche Prüfung wesentlicher Transaktionsbereiche im Vorfeld der Käuferprüfung, mit dem Ziel einer kontrollierten Offenlegung, haftungssicheren Dokumentation und proaktiven Risikosteuerung durch konsistente Darstellungen.


  • Dokumentationsstrategie für Disclosure-Prozesse: Aufbau eines dokumentengestützten Disclosure-Regimes mit rechtlich tragfähiger Ordnung, einheitlicher Kommentierung, Freigabestrukturen und Rückführbarkeit der relevanten Sachverhalte; Vorbereitung von Disclosure Letter und relevanten Disclosure Schedules zur späteren Garantieabsicherung.


  • Review interner Risiken und Optimierung: Identifikation strukturkritischer oder haftungsrelevanter Risiken, die vor Offenlegung intern bereinigt oder neutralisiert werden sollten (z. B. Geschäftsführerverträge mit untypischen Kündigungsschutzregelungen, Verträge mit Change-of-Control-Klauseln, kartellrechtlich problematische Vertriebsbindungen).


  • Strategische Vorbereitung auf Käufer-Q&A: Einrichtung eines rechtlich abgesicherten Kommunikationsverfahrens für Rückfragen von Käuferseite, einschließlich Q&A-Prozessregeln, Prüfpfad-Dokumentation und Kommentierungssicherheit.


  • Absicherung durch W&I-Prozesssteuerung: Beratung zur Vorbereitung einer W&I-kompatiblen Risikopräsentation, Entwicklung einer konsistenten Disclosure-Strategie sowie rechtliche Begleitung von Underwriting-Prozessen, inklusive juristisch abgesicherter Formulierung von Bring-Down-Certificates.


Ziel ist die rechtlich kontrollierte und haftungsbewusste Vorbereitung der Verkäuferseite auf eine Käuferprüfung, die eine haftungsbegrenzte, wirtschaftlich sachgerechte und versicherbare Abbildung der Verhältnisse im Transaktionskontext ermöglicht.

4. Vertragsgestaltung und Vertragsabschluss

Für Verkäufer ist die Vertragsgestaltung der zentrale Hebel zur Haftungsbegrenzung, Strukturwahrung und Sicherstellung der wirtschaftlichen Zielerreichung. Die Gestaltung erfolgt unter besonderer Berücksichtigung der Offenlegungssystematik, der Eingrenzung von Haftungsszenarien sowie der Vermeidung nachvertraglicher Bindungen. Der Vertragsinhalt muss sowohl versicherbar als auch durchsetzbar sein – unter Berücksichtigung des Disclosure-Konzepts, der Rückbeteiligungsszenarien und der strategischen Nachsteuerungsoptionen.


Unsere Leistungen umfassen insbesondere:


  • Verhandlungsstrategie und Dokumentenführung: Strukturierte Verhandlung und redaktionelle Führung der Vertragsdokumente auf Basis des wirtschaftlichen Zielbilds, der Risikoverteilung und des offenlegungsbasierten Garantieverständnisses.


  • Kaufpreisregelung und Absicherung: Mitwirkung bei der Ausgestaltung eines wirtschaftlich tragfähigen Kaufpreissystems mit klarer Abgrenzung zwischen garantierten und variablen Bestandteilen (z. B. Earn-Out, Verkäuferdarlehen, Verkäuferescrow), Definition von Stichtagen, Zahlungskonditionen und Abrechnungsvorgaben.


  • Begrenzung der Haftung: Entwicklung eines absicherungsfähigen Garantiekatalogs mit konkreter Bezugnahme auf die Offenlegung, Ausschluss pauschaler Wissensgarantien, Formulierung qualifizierter Kenntnisklauseln, Enthaftungstatbestände und materieller Voraussetzungen für Schadensersatz, klare De-Minimis- und Cap-Struktur sowie Absicherung durch zeitliche Verjährungsgrenzen.


  • Disclosure-Systematik: Entwicklung und rechtliche Absicherung eines rechtlich tragfähigen Disclosure-Modells einschließlich Disclosure Letter, Schedules und prozesssicherer Dokumentation der zugrunde gelegten Sachverhalte (z. B. Q&A-Protokolle, Datenraumauszüge, begleitende Kommentare).


  • Vermeidung offener Rückwirkungspflichten: Absicherung gegen nachvertragliche Pflichten durch enge Begrenzung der Nebenpflichten, präzise Definition von Wettbewerbsverboten, Abwerbeverboten und sonstigen Verhaltenspflichten, Rückbeteiligungsregelungen mit strukturellen Exit-Klauseln.


  • Absicherung durch W&I-Versicherung: Vertragsseitige Einbettung der W&I-Struktur in das Gesamtkonzept, insbesondere durch Formulierung versicherungsfähiger Garantien, Abgrenzung nicht gedeckter Risiken und Mitwirkung bei der Abstimmung mit dem Versicherer.


  • Vollzugsstruktur und Rücktrittsrechte: Klar definierte Voraussetzungen für Signing und Closing, einschließlich Rücktrittsrechte des Verkäufers bei Nichterfüllung durch den Käufer, Ausgestaltung der Interimsphase mit Zustimmungs- und Berichtspflichten des Käufers bei wesentlichen Veränderungen Gerichtsstand.


  • Rechtswahl und Streitbeilegung: Durchsetzung eines sachgerechten Streitbeilegungskonzepts (z. B. deutsches Recht, DIS-Schiedsgerichtsbarkeit, Vertraulichkeitsregeln, Zugriffsbegrenzungen), Absicherung der prozessualen Interessen des Verkäufers.


Ziel ist ein rechtlich klar strukturiertes, haftungsbegrenztes und wirtschaftlich balanciertes Vertragsgefüge, das die wirtschaftlichen Interessen des Verkäufers schützt, Risiken wirksam begrenzt und eine Exit-Fähigkeit auch unter anspruchsvollen Transaktionsbedingungen sicherstellt.

5. Transaktionsvollzug und Übergang der Kontrolle

Für den Verkäufer ist der Closing-Prozess von zentraler Bedeutung für die Realisierung des Kaufpreises, die Finalisierung der Haftungsverteilung und die Absicherung der ordnungsgemäßen Übertragung der Beteiligung. Unsere rechtliche Begleitung zielt darauf, die vertraglich vereinbarten Vollzugshandlungen effizient, friktionsfrei und haftungsminimierend umzusetzen. 


Unsere Leistungen umfassen insbesondere:


  • Closing-Readiness und Vollzugskoordination: Prüfung der Closing-Voraussetzungen auf Verkäuferseite, insbesondere Herbeiführung der internen und externen Zustimmungen, Vorbereitung gesellschaftsrechtlicher Beschlüsse, Beendigung oder Überleitung wesentlicher Verträge, Einholung etwaiger behördlicher Genehmigungen und steuerlicher Freigaben.


  • Dokumentation des Vollzugsprozesses: Erstellung und Prüfung aller auf Verkäuferseite erforderlichen Vollzugsunterlagen, insbesondere Übertragungsdokumente, Gesellschafterbeschlüsse, Registerunterlagen, Notifikationen und Erklärungen gegenüber Geschäftspartnern, Behörden und Dienstleistern.


  • Vollzugskontrolle und Zahlungsabsicherung: Sicherstellung der vollständigen und korrekten Durchführung aller vereinbarten Zahlungsvorgänge einschließlich Kaufpreis, Escrow, Earn-Out und etwaiger Abschlags- oder Anpassungsbeträge; Koordination mit Zahlungsdienstleistern, Banken, Treuhändern und Notariat.


  • Absicherung der Risikoübergabe: Präzise Umsetzung der Regelungen zum wirtschaftlichen Übergang (z. B. Stichtagsregelung, Zwischengewinne, Steuerverrechnung), Sicherstellung der Entlastung für nachlaufende Verpflichtungen sowie Kontrolle der Übertragung der operativen Verantwortung (z. B. Zugang zu IT-Systemen, Personal- und Kundendaten).


  • Finalisierung des Disclosure-Prozesses: Abschluss und Dokumentation des Disclosure-Vorgangs, insbesondere im Hinblick auf W&I-Versicherung, insbesondere durch Einreichung der finalen Disclosure-Schedules, Mitwirkung an Underwriting-Calls, Abstimmung von Klarstellungen und Finalisierung der versicherungsrelevanten Erklärungen.

  • Form- und Registervollzug: Mitwirkung bei notariellen Beurkundungen (sofern erforderlich), Abstimmung mit dem Notariat hinsichtlich Fristen, Registervorgaben, Formvorschriften und öffentlicher Eintragung von Anteilsübertragungen, Kapitalmaßnahmen oder Satzungsänderungen.


Ziel ist ein vollständig durchgeführter, wirtschaftlich abgesicherter und haftungsminimierter Transaktionsvollzug, der dem Verkäufer eine klare Vermögensposition verschafft und etwaige Nachhaftungsrisiken auf das vertraglich definierte Maß begrenzt.

6. Vollzugsnachbereitung und Strukturintegration

Im Verkäufermandat dient die Vollzugsnachbereitung insbesondere der ordnungsgemäßen Abwicklung des Rückzugs aus der Zielstruktur, der Erfüllung etwaiger nachvertraglicher Verpflichtungen sowie der rechtlich eindeutigen Abgrenzung verbleibender Verantwortlichkeiten. Im Fokus stehen dabei sowohl die taktisch gesteuerte Umsetzung von Nebenpflichten als auch die Sicherung der rechtlichen und wirtschaftlichen Abschlussposition.


Unsere Leistungen umfassen insbesondere:


  • Rechtssichere Umsetzung von Nebenpflichten: Wahrnehmung vertraglich vereinbarter Mitwirkungspflichten nach Closing, z. B. bei Übergaben, Klarstellungen im Disclosure-Kontext, Unterstützung im Rahmen laufender Verfahren, Beistand bei Übergang von Vertragsverhältnissen oder operative Unterstützungsleistungen (Transitional Services), Begleitung vertraglich vorgesehener Nachverhandlungen oder Mechanismen, Rechtliche Steuerung von Earn-Out-Berechnungen, Kaufpreisanpassungen, Rückbeteiligungen, Put-/Call-Rechten, Treuhandfreigaben oder Nachzahlungen bei Eintritt bestimmter Bedingungen.


  • Strukturabschlüsse und Rechtsbereinigungen: Ausscheiden aus Organen, Rückgabe von Vollmachten, Aufhebung oder Ablösung gruppeninterner Verträge, Austritt aus Gremien oder Beendigung von Nebenverträgen; Mitwirkung bei steuerlichen Erklärungen oder Nachmeldungen.


  • Haftungsabsicherung und Rechtskontrolle: Prüfung und rechtliche Absicherung der abgeschlossenen Disclosure-Dokumentation, Klärung offener Risikopositionen im Hinblick auf mögliche Käuferreklamationen, Begleitung im Rahmen etwaiger Schadensmeldungen gegenüber der W&I-Versicherung.


  • Strukturelle Vorbereitung auf Re-Investments oder neue Transaktionen: Beratung bei der Verwendung des Verkaufserlöses in rechtlich und steuerlich optimierten Folgeinvestitionen, z. B. über Holdingstrukturen, Vermögensverwaltungsvehikel oder Re-Investitionsmodelle im Rahmen von Co-Investments.


Ziel ist ein rechtlich klar abgegrenzter, wirtschaftlich abgeschlossener und haftungsminimierter Rückzug aus der Zielstruktur – mit der Option, unter optimierten Rahmenbedingungen in neue Beteiligungsmodelle oder Nachfolgestrukturen einzutreten.

Transaction OfficE

Unser Leistungsangebot

Transaktionsanalyse und Strategieüberlegung

1.Käufermandat

 Im ersten Schritt einer Akquisition liegt der Fokus auf der rechtlichen Fundierung strategischer Zielsetzungen. Gegenstand dieser Phase ist die sorgfältige Analyse der strukturellen und regulatorischen Ausgangsbedingungen sowie der unternehmensspezifischen Rahmenparameter, die für den Zuschnitt einer rechtlich tragfähigen und wirtschaftlich anschlussfähigen Transaktionsstruktur maßgeblich sind. Unsere Beratung erfolgt strukturiert, interdisziplinär abgestimmt und mit Blick auf eine belastbare Entscheidungsgrundlage für die weitere Strukturierung. Unsere Leistungen umfassen insbesondere: Strukturaufnahme auf Käuferseite: Erhebung und rechtliche Auswertung der gesellschaftsrechtlichen, regulatorischen und konzernorganisatorischen Ausgangssituation, einschließlich gruppeninterner Kontrollmechanismen, Stimmbindungen, Cash-Pooling-Mechanismen, Finanzierungsrestriktionen sowie regulatorisch relevanter Schwellen (z. B. Beteiligungsgrenzen nach Außenwirtschaftsrecht oder sektorspezifische Genehmigungspflichten)


 Erwerbsmodellprüfung: Rechtliche Vorstrukturierung möglicher Erwerbsansätze – etwa vollständiger Anteilserwerb bei Holdingstrukturen mit nachgelagerter operativer Einheit, sukzessiver Beteiligungserwerb mit gesicherter Kontrollkomponente, oder Einbringung in eine strategische Plattformgesellschaft mit Governance-Kopplung – unter Berücksichtigung steuerlicher Erwerbsnebenwirkungen, Transaktionskosten und Strukturtransparenz


 Analyse der Zielstruktur:

 Erste rechtliche Beurteilung der Beteiligungs-, Vertrags- und Finanzierungsstruktur des Zielunternehmens, insbesondere im Hinblick auf bestehende Mitspracherechte Dritter (z. B. Zustimmungserfordernisse in Gesellschaftervereinbarungen), vorvertragliche Bindungen (z. B. Vorkaufsrechte, Mitverkaufsverpflichtungen), langfristige Vertragsbindungen (z. B. Betriebsimmobilien mit gesicherter Laufzeitbindung) sowie potenzielle Integrationsbarrieren Governance- und Kontrollkonzeption:

 Entwicklung erster Hypothesen für die zukünftige Governance-Struktur unter Berücksichtigung unternehmerischer Einflussrechte, Berichtslinien, Zustimmungsbedarfe sowie möglicher Organdualitäten zwischen Altgesellschaftern und Erwerberseite Strategische Transaktionsplanung: Entwicklung eines rechtlich umsetzbaren, wirtschaftlich tragfähigen und organisatorisch steuerbaren Transaktionsansatzes, einschließlich erster Überlegungen zur Strukturabfolge (z. B. Pre-Signing-Vorbereitung, Zwischenschritte, Closing-Voraussetzungen), zur Einbettung in bestehende Holdingstrukturen sowie zur Absicherung etwaiger Drittbeteiligungen Ziel ist eine differenzierte, rechtlich fundierte und strategisch konsistente Entscheidungsgrundlage, die den weiteren Prozessverlauf strukturiert, Investitionsrisiken frühzeitig adressiert und Anschlussfähigkeit gegenüber internen und externen Stakeholdern sichert.


1.2. Verkäufermandat

Auf Verkäuferseite steht die rechtliche Vorstrukturierung eines geordneten, absicherungsfähigen und wertmaximierenden Verkaufsprozesses im Mittelpunkt. Die Ausgangsstruktur des Unternehmens – insbesondere bestehende Beteiligungsverhältnisse, Kapitalstruktur, gesellschaftsvertragliche Bindungen und finanzielle Rahmenbedingungen – ist dabei regelmäßig ebenso transaktionsprägend wie die Zielsetzung des Verkaufs. Unsere Begleitung erfolgt vorausschauend, strukturierend und mit Blick auf ein rechtsfestes Fundament für alle weiteren Prozessphasen. Unsere Leistungen umfassen insbesondere: Analyse der veräußerungsbezogenen Strukturparameter: Rechtliche Prüfung der Beteiligungsstruktur, insbesondere hinsichtlich Stimmrechtsverhältnissen, Mehrheits- oder Vetorechten, bestehender Poolvereinbarungen, Vinkulierungen, Haltefristen sowie möglicher Bindungen an Fremdkapitalgeber (z. B. Rangrücktrittsvereinbarungen, Change-of-Control-Klauseln, Covenants) Vorprüfung transaktionskritischer Sachverhalte: Identifikation rechtlicher Strukturdefizite, die einem kontrollierten Verkaufsprozess entgegenstehen könnten – etwa komplexe Verflechtungen mit Schwester- oder Konzerngesellschaften, Verpachtung an Gesellschafter, atypisch stille Beteiligungen, unausgeglichene Geschäftsführeranstellungsverträge oder offene gesellschaftsrechtliche Streitstände Veräußerungskonzeption: Entwicklung eines rechtlich tragfähigen Transaktionsmodells – etwa als Anteilskauf mit Rückbeteiligung, Verkauf durch vorgelagerten Carve-Out, konzerninterne Strukturvorbereitung oder Holding-Level-Exit – unter Berücksichtigung der Interessenlage der Altgesellschafter, der steuerlichen Optimierungsmöglichkeiten sowie der bestehenden vertraglichen Strukturbindungen Transaktionsfähigkeit der Gesellschaft: Vorbereitung und rechtliche Bewertung struktureller Vormaßnahmen – z. B. Bereinigung von Gesellschafterlisten, Verschlankung der Geschäftsführungsstruktur, Harmonisierung von Dienstleistungsverträgen innerhalb von Unternehmensgruppen, Entlastung oder Neuordnung gesellschaftsrechtlicher Haftungskonstellationen Strategische Käuferanalyse aus rechtlicher Sicht: Erste Einordnung potenzieller Investoren oder Käufergruppen unter Berücksichtigung kartellrechtlicher, investitionskontrollrechtlicher oder sonstiger regulatorischer Anforderungen sowie deren Auswirkungen auf den zu strukturierenden Prozess (z. B. längere Genehmigungsfristen, Offenlegungspflichten, Vorbereitungsaufwand für Freigabeverfahren) Ziel ist eine rechtlich tragfähige Ausgangsposition für ein professionelles und absicherungsfähiges Verkaufsverfahren, das sowohl den Interessen des Gesellschafterkreises als auch den Anforderungen eines investorenfähigen Prozesses gerecht wird.

 

Vorbereitung und indikative Phase

2. Käufermandat

Im Anschluss an die strategische Zieldefinition erfolgt die konkrete Ausgestaltung der rechtlichen Erwerbsstruktur sowie die systematische Vorbereitung des Transaktionsprozesses. Zentrale Zielsetzung ist die rechtlich präzise, wirtschaftlich konsistente und operativ durchführbare Abbildung des Erwerbsmodells in einer belastbaren Struktur, die sowohl Transaktionsfähigkeit als auch Absicherung ermöglicht.


 Unsere Leistungen umfassen insbesondere: Ausgestaltung der Erwerbsstruktur: 


Entwicklung einer rechtlich tragfähigen und steuerlich abgestimmten Erwerbsstruktur, etwa durch Erwerb über eine neu gegründete Erwerbsgesellschaft (NewCo), Einbindung von Fremdkapitalgebern mit Sicherheitenstruktur, Holdinganbindung zur Gruppeneinbettung oder Vorzugseinbindung bestehender Altgesellschafter mittels Governance-Bindungen und Stimmbindungsvereinbarungen Gestaltung der Governance auf Erwerberseite: Strukturierung von Kontrollrechten, Weisungsverhältnissen und Berichtspflichten innerhalb der Beteiligungskette, inklusive Abstimmung von Vetorechten, Informationsrechten, Zustimmungsbedarfen und etwaigen Tagging/Dragging-Klauseln bei geplanter Mitbeteiligung Dritter Rechtliche Strukturierung des Transaktionsablaufs: Entwicklung eines vollständigen Ablaufmodells mit allen wesentlichen rechtlichen Handlungsschritten von der Unterzeichnung bis zum Vollzug, inklusive Gestaltung von Signing- und Closing-Bedingungen, Eskalationsmechanismen, Vollmachtsregelungen und materiellen Voraussetzungen für Transaktionsreife Vertragsvorbereitung auf Käuferseite: 

Erstellung oder rechtliche Prüfung erster indikationsbasierter Dokumente wie Non-Binding Offers, Term Sheets oder strukturierter Letters of Intent, mit klarer Trennung zwischen verhandlungsrelevanten Eckpunkten, Prozesssicherungsmechanismen und Vorbehalten Sicherung der prozessualen Handlungsfähigkeit: Abstimmung interner Governance-Vorgaben auf Erwerberseite (z. B. interne Zustimmungsprozesse, Bevollmächtigungen, Investitionsgrenzen), Einrichtung eines rechtlich tragfähigen Projektmanagements (Dokumentenstruktur, Kommunikationsregelungen, Koordinationsmechanismen) und Vorbereitung rechtlich erforderlicher Genehmigungsprozesse (z. B. FDI, Kartellrecht) Frühzeitige Abstimmung auf Warranty & Indemnity-Versicherungen: Prüfung der versicherungsseitigen Voraussetzungen für eine Warranty & Indemnity-Versicherung, inklusive Dokumentationsstrategie, Disclosure-Vorbereitung und risikoorientierter Voranalyse zur Bewertung der Underwriting-Fähigkeit der angestrebten Struktur Ziel ist ein strukturierter, rechtlich belastbarer und strategisch durchführbarer Transaktionsansatz, der die wirtschaftlichen Interessen des Käufers wahrt, prozessuale Risiken kontrolliert und den Transaktionsprozess auf eine rechtlich tragfähige Grundlage stellt.


 2.2 Verkäufermandat 

Für den Verkäufer beginnt mit der Strukturierungs- und Vorbereitungsphase die eigentliche Operationalisierung des Veräußerungsvorhabens. Im Vordergrund steht die rechtliche Konzeption eines absicherungsfähigen Transaktionsmodells, die risikoadjustierte Ausgestaltung der Verkaufsstruktur sowie die vertragliche Rahmung des indikationsgestützten Erstkontakts mit potenziellen Erwerbern. Unsere Leistungen umfassen insbesondere: Strukturierung des Verkaufsmodells: Entwicklung einer rechtlich tragfähigen und steuerlich optimierten Veräußerungsstruktur – etwa als Share Deal über eine Verkaufsvehikelstruktur mit Vorab-Carve-Outs, als Asset Deal bei heterogenen Vermögenskomponenten oder als kombinierter Anteilskauf mit Rückbeteiligung und Governance-Kopplung –, unter Berücksichtigung vertraglicher Vorbindungen, Nachhaftungsrisiken und Nachsteuerungserfordernissen Vertragliche Vorstrukturierung: Erstellung und rechtliche Prüfung von indikationsbasierten Dokumenten wie strukturierte Letters of Intent, indikative Angeboten oder Term Sheets mit absicherungsfähiger Abgrenzung zwischen wirtschaftlichen Parametern (Preis, Struktur, Earn-Out-Mechanismen) und rechtlichen Vorbehalten (Due Diligence, Finanzierungsvorbehalt, behördliche Genehmigungen) Gestaltung von Vertraulichkeit und Exklusivität: Entwurf und Verhandlung von NDAs mit Fokus auf Transaktionsschutz, Datenraumintegrität, zeitliche und sachliche Zugriffsbeschränkungen, sowie strukturierter Ausgestaltung von Exklusivitätsvereinbarungen, inkl. Break Fees, No-Shop-Klauseln und Eskalationsmechanismen bei Prozessverzögerung Rechtliche Prozesskonzeption:

 Entwicklung einer tragfähigen Transaktionsarchitektur mit abgestimmtem Zeitplan, Zuweisung von Zuständigkeiten innerhalb der Verkäuferstruktur, klaren Regelungen zur Prozessführung, Einrichtung eines rechtlich strukturierten Datenraums inklusive Zugriffskonzept, Disclosure-Regime und rechtssicherer Dokumentation Absicherung strategischer Optionen: Rechtliche Vorbereitung alternativer Veräußerungsszenarien für den Fall struktureller Hürden oder divergierender Käuferprofile, einschließlich Aufteilung in Teilgesellschaften, Spin-offs oder Asset-Stripping-Modelle mit anschließender Anteilsveräußerung W&I-Vorbereitung auf Verkäuferseite: Strukturierung der transaktionsrelevanten Vorkehrungen zur Ermöglichung einer W&I-Versicherung – etwa durch Disclosure-Vorbereitung, Definition des relevanten Offenlegungsmaßstabs, strategische Dokumentation und Auswahl geeigneter Referenzunterlagen für den Underwriting-Prozess Ziel ist die rechtssichere, dokumentierte und strategisch gesteuerte Vorbereitung eines strukturierten Verkaufsprozesses, der prozessuale Handlungsfähigkeit gewährleistet, wirtschaftliche Zielgrößen absichert und spätere Verhandlungspositionen rechtlich fundiert vorbereitet.

 

Vertragsgestaltung und Vertragsabschluss 

3.1 Käufermandat 

Die rechtliche Due Diligence bildet den zentralen Prüfungsbaustein zur Identifikation, Einordnung und Steuerung transaktionsrelevanter Risiken. Sie schafft die Grundlage für eine strukturadäquate vertragliche Absicherung, eine risikogerechte Kaufpreisgestaltung sowie eine fundierte Entscheidung über Struktur, Timing und Umfang der Akquisition. Unsere Prüfung erfolgt risikoorientiert, verhandlungsfokussiert und mit Blick auf die Integration in die Zielstruktur des Käufers. Unsere Leistungen umfassen insbesondere: Rechtliche Gesamtprüfung mit Risikofokus: Durchführung einer strukturierten Legal Due Diligence unter Einbeziehung sämtlicher prüfungsrelevanter Rechtsbereiche, insbesondere Gesellschaftsrecht (Beteiligungs- und Kontrollverhältnisse, Satzung, Gesellschaftervereinbarungen), Vertragsrecht (Schlüsselverträge, Änderungsklauseln, Laufzeiten, Kündigungsrechte), Arbeitsrecht (Betriebsvereinbarungen, Geschäftsführerverträge, Pensionszusagen), IP/IT (Rechtekette, Lizenzen, Open Source, Schutzrechte), Immobilienrecht (Eigentum, Mietverhältnisse, Belastungen), Datenschutz (Compliance, Haftungsrisiken), Finanzierungsstruktur (Kreditverträge, Covenants, Sicherheiten) sowie öffentlich-rechtliche Rahmenbedingungen (z. B. Genehmigungen, Fördermittel, Exportkontrolle) Risikobewertung und Handlungsempfehlungen: Einordnung identifizierter Sachverhalte hinsichtlich ihrer rechtlichen Relevanz, wirtschaftlichen Auswirkung und vertraglichen Steuerbarkeit, mit systematischer Abgrenzung zwischen verhandelbaren Risiken, versicherbaren Sachverhalten (W&I) und strukturrelevanten Dealbreakern Erstellung eines Red Flag Reports oder Vollgutachtens: Aufbereitung der wesentlichen Ergebnisse im Rahmen eines strukturierten Reports, je nach Transaktionsphase als Red Flag Review (Transaktionsrelevanz, Risikogewicht, Steuerbarkeit) oder als umfassende Legal Due Diligence mit Anlagenverzeichnis, Kommentierung einzelner Dokumente und Querverweisen auf Vertragsgestaltungsempfehlungen Ableitung konkreter Vertragsimplikationen: Überführung der Prüfergebnisse in konkrete Handlungsanweisungen für die Vertragsdokumentation, insbesondere durch Entwicklung eines passgenauen Garantiekatalogs, Vorschläge für Freistellungsklauseln, Cap/De-Minimis/Basket-Systematik, Kaufpreismechanismen (z. B. Retention, Earn-Out, Escrow) sowie Rücktrittsrechte und Closing Conditions Versicherbarkeit und W&I-Anbindung: Analyse der Eignung wesentlicher Risiken für eine Absicherung über eine Warranty & Indemnity-Versicherung, Vorbereitung underwriting-fähiger Disclosure-Materialien, Begleitung von Underwriting Calls sowie rechtliche Koordination mit Maklern und Versicherern Ziel ist ein rechtlich fundiertes, wirtschaftlich übersetzbares und strukturell anschlussfähiges Risikoprofil, das eine präzise und verhandlungsstarke Ausgestaltung der Transaktionsverträge ermöglicht und die Grundlage für eine risikoadjustierte Investitionsentscheidung bildet.


3.2 Verkäufermandat

Im Verkäufermandat dient die rechtliche Prüfung und Risikobewertung vor allem der strategischen Prozesssteuerung, der kontrollierten Risikodokumentation und der absicherungsfähigen Vorbereitung auf Käuferaudits. Ziel ist die rechtlich belastbare Präsentation des Zielunternehmens, die Minimierung nachvertraglicher Haftungsrisiken sowie die gezielte Vorbereitung auf W&I-Prozesse und Vertragsverhandlungen. Unsere Leistungen umfassen insbesondere: Vorbereitung einer Vendor Due Diligence oder Buyer-Facing Disclosure: Strukturierte rechtliche Prüfung wesentlicher Transaktionsbereiche im Vorfeld der Käuferprüfung, mit dem Ziel einer kontrollierten Offenlegung, haftungssicheren Dokumentation und proaktiven Risikosteuerung durch konsistente Darstellungen Dokumentationsstrategie für Disclosure-Prozesse: Aufbau eines dokumentengestützten Disclosure-Regimes mit rechtlich tragfähiger Ordnung, einheitlicher Kommentierung, Freigabestrukturen und Rückführbarkeit der relevanten Sachverhalte; Vorbereitung von Disclosure Letter und relevanten Disclosure Schedules zur späteren Garantieabsicherung Review interner Risiken und Optimierung: Identifikation strukturkritischer oder haftungsrelevanter Risiken, die vor Offenlegung intern bereinigt oder neutralisiert werden sollten (z. B. Geschäftsführerverträge mit untypischen Kündigungsschutzregelungen, Verträge mit Change-of-Control-Klauseln, kartellrechtlich problematische Vertriebsbindungen) Strategische Vorbereitung auf Käufer-Q&A: Einrichtung eines rechtlich abgesicherten Kommunikationsverfahrens für Rückfragen von Käuferseite, einschließlich Q&A-Prozessregeln, Prüfpfad-Dokumentation und Kommentierungssicherheit Absicherung durch W&I-Prozesssteuerung: Beratung zur Vorbereitung einer W&I-kompatiblen Risikopräsentation, Entwicklung einer konsistenten Disclosure-Strategie sowie rechtliche Begleitung von Underwriting-Prozessen, inklusive juristisch abgesicherter Formulierung von Bring-Down-Certificates Ziel ist die rechtlich kontrollierte und haftungsbewusste Vorbereitung der Verkäuferseite auf eine Käuferprüfung, die eine haftungsbegrenzte, wirtschaftlich sachgerechte und versicherbare Abbildung der Verhältnisse im Transaktionskontext ermöglicht.

 

Transaktionsvollzug und Übergang der Kontrolle

4.1 Käufermandat

Die rechtliche Ausgestaltung der Transaktionsverträge bestimmt Reichweite, Wirksamkeit und wirtschaftliche Durchsetzbarkeit der vereinbarten Parameter. Im Käufermandat zielt die Vertragsgestaltung auf die risikoadjustierte Absicherung der Investition, die steuerbare Integration des Zielunternehmens und die Vermeidung nachvertraglicher Belastungen. Die Vertragsarchitektur wird dabei im Lichte der Due Diligence-Ergebnisse, der geplanten Governance-Struktur und der geplanten Absicherungsmechanismen entwickelt. Unsere Leistungen umfassen insbesondere: Vertragsentwurf und Verhandlung: Erstellung, Prüfung und strategisch ausgerichtete Verhandlung sämtlicher transaktionsrelevanter Vertragswerke, insbesondere Unternehmenskaufverträge (SPA/APA), Beteiligungsverträge, Gesellschaftervereinbarungen und etwaiger Nebenabreden (z. B. Managementverträge, Liefer- oder Lizenzverträge, IP-Übertragungsvereinbarungen) Kaufpreis- und Zahlungsmechanik: Ausgestaltung des Kaufpreismechanismus unter Berücksichtigung bilanzbezogener Anpassungsklauseln (Closing Accounts), Fixpreisregelungen mit Locked Box, Earn-Out-Komponenten oder Retention-Modellen, einschließlich Definition des wirtschaftlichen Stichtags, Zahlungsmodalitäten, Escrow-Strukturen und steuerlicher Behandlung Haftungssystematik und Garantien: Entwicklung eines gestuften Garantiekonzepts mit Differenzierung zwischen Fundamentalgarantien (z. B. Eigentum an Anteilen, Vertretungsbefugnis), operativen Garantien (z. B. Vertragsbeziehungen, Compliance, Umwelt, Arbeitsverhältnisse) und Steuergarantien; Festlegung von De-Minimis-Schwellen, Basket-Mechanismen, Cap, Verjährungsregelungen sowie Modalitäten der Rechtsausübung Freistellungen und Risikozuweisung: Vertragsseitige Absicherung identifizierter oder strukturbedingter Risiken (z. B. Altverbindlichkeiten, Pensionszusagen, streitige Steuerfragen, anhängige Verfahren) über spezifische Freistellungsklauseln, unter Einbindung von Zugriffsmöglichkeiten auf Escrow-Konten oder Rückforderungsrechten bei Triggern Integration der W&I-Versicherung: Abstimmung der vertraglichen Garantie- und Haftungsregelungen auf die Anforderungen der Warranty & Indemnity-Versicherung, insbesondere hinsichtlich Deckungssystematik, Formulierungen, Ausschlussregelungen, Offenlegungsmaßstab, No Claims Declaration, Bring-Down-Certificate sowie Nachhaftungsgrenzen Vollzugsbedingungen und Rücktrittsrechte: Gestaltung der aufschiebenden Bedingungen (Conditions Precedent), z. B. behördliche Genehmigungen, Drittzustimmungen, Aufhebung bestimmter Verträge oder gesellschaftsrechtliche Strukturmaßnahmen, einschließlich Regelungen zum Rücktritt oder Anpassung bei Nichterfüllung Governance und Mitwirkungsrechte: Vertragliche Absicherung der zukünftigen Einflussnahme des Käufers (bei Teil- oder Rückbeteiligungen), insbesondere durch Vetorechte, Berichtspflichten, Zustimmungserfordernisse und Ausschüttungsregelungen Wettbewerbs- und Verhaltensregelungen: Vereinbarung nachvertraglicher Nebenpflichten wie Wettbewerbsverbote, Abwerbeverbote, Vertraulichkeit, Nichtverwertung, Rückgabe- oder Löschungsverpflichtungen in Bezug auf sensible Informationen und IP Rechtswahl, Streitbeilegung und Gerichtsstand: Festlegung geeigneter Schieds- oder Gerichtsstandsregelungen, Strukturierung interner Streitbeilegungsmechanismen (z. B. Mediation, Schiedsgutachter), Mitwirkungspflichten der Parteien sowie Absicherung vertraglicher Schlussbestimmungen Ziel ist ein rechtlich tragfähiges und wirtschaftlich durchsetzbares Vertragswerk, das Risiken angemessen adressiert, Investitionsziele schützt und spätere Streitigkeiten durch strukturelle Klarheit und vorausschauende Regelung vermeidet.

4.2 Verkäufermandat

Für Verkäufer ist die Vertragsgestaltung der zentrale Hebel zur Haftungsbegrenzung, Strukturwahrung und Sicherstellung der wirtschaftlichen Zielerreichung. Die Gestaltung erfolgt unter besonderer Berücksichtigung der Offenlegungssystematik, der Eingrenzung von Haftungsszenarien sowie der Vermeidung nachvertraglicher Bindungen. Der Vertragsinhalt muss sowohl versicherbar als auch durchsetzbar sein – unter Berücksichtigung des Disclosure-Konzepts, der Rückbeteiligungsszenarien und der strategischen Nachsteuerungsoptionen. Unsere Leistungen umfassen insbesondere: Verhandlungsstrategie und Dokumentenführung: Strukturierte Verhandlung und redaktionelle Führung der Vertragsdokumente auf Basis des wirtschaftlichen Zielbilds, der Risikoverteilung und des offenlegungsbasierten Garantieverständnisses Kaufpreisregelung und Absicherung: Mitwirkung bei der Ausgestaltung eines wirtschaftlich tragfähigen Kaufpreissystems mit klarer Abgrenzung zwischen garantierten und variablen Bestandteilen (z. B. Earn-Out, Verkäuferdarlehen, Verkäuferescrow), Definition von Stichtagen, Zahlungskonditionen und Abrechnungsvorgaben Begrenzung der Haftung: Entwicklung eines absicherungsfähigen Garantiekatalogs mit konkreter Bezugnahme auf die Offenlegung, Ausschluss pauschaler Wissensgarantien, Formulierung qualifizierter Kenntnisklauseln, Enthaftungstatbestände und materieller Voraussetzungen für Schadensersatz, klare De-Minimis- und Cap-Struktur sowie Absicherung durch zeitliche Verjährungsgrenzen Disclosure-Systematik: Entwicklung und rechtliche Absicherung eines rechtlich tragfähigen Disclosure-Modells einschließlich Disclosure Letter, Schedules und prozesssicherer Dokumentation der zugrunde gelegten Sachverhalte (z. B. Q&A-Protokolle, Datenraumauszüge, begleitende Kommentare) Vermeidung offener Rückwirkungspflichten: Absicherung gegen nachvertragliche Pflichten durch enge Begrenzung der Nebenpflichten, präzise Definition von Wettbewerbsverboten, Abwerbeverboten und sonstigen Verhaltenspflichten, Rückbeteiligungsregelungen mit strukturellen Exit-Klauseln Absicherung durch W&I-Versicherung: Vertragsseitige Einbettung der W&I-Struktur in das Gesamtkonzept, insbesondere durch Formulierung versicherungsfähiger Garantien, Abgrenzung nicht gedeckter Risiken und Mitwirkung bei der Abstimmung mit dem Versicherer Vollzugsstruktur und Rücktrittsrechte: Klar definierte Voraussetzungen für Signing und Closing, einschließlich Rücktrittsrechte des Verkäufers bei Nichterfüllung durch den Käufer, Ausgestaltung der Interimsphase mit Zustimmungs- und Berichtspflichten des Käufers bei wesentlichen Veränderungen Gerichtsstand, Rechtswahl und Streitbeilegung: Durchsetzung eines sachgerechten Streitbeilegungskonzepts (z. B. deutsches Recht, DIS-Schiedsgerichtsbarkeit, Vertraulichkeitsregeln, Zugriffsbegrenzungen), Absicherung der prozessualen Interessen des Verkäufers Ziel ist ein rechtlich klar strukturiertes, haftungsbegrenztes und wirtschaftlich balanciertes Vertragsgefüge, das die wirtschaftlichen Interessen des Verkäufers schützt, Risiken wirksam begrenzt und eine Exit-Fähigkeit auch unter anspruchsvollen Transaktionsbedingungen sicherstellt.

 

Post-Closing-Begleitung und Nachstrukturierung

5.1 Käufermandat

Mit dem Vollzug (Closing) wird der wirtschaftliche Übergang des Zielunternehmens vollzogen. In dieser Phase begleiten wir den Käufer bei der rechtlich strukturierten und absicherungsfähigen Durchführung der vereinbarten Vollzugshandlungen. Ziel ist die vollständige rechtswirksame Übertragung der Beteiligung, die Herstellung operativer Handlungsfähigkeit und die Sicherstellung der Integration in die bestehende Unternehmensstruktur. Unsere Leistungen umfassen insbesondere: Koordination und Dokumentation der Closing Conditions: Prüfung der aufschiebenden Bedingungen einschließlich kartell- und investitionsrechtlicher Freigaben, gesellschaftsrechtlicher Zustimmungen, Beendigung oder Novation wesentlicher Verträge, Drittzustimmungen (z. B. Vermieter, Kunden, Banken), sowie Abgleich mit den vertraglich vereinbarten Voraussetzungen für das Closing Erstellung eines Closing Memorandums: Strukturierung aller Vollzugshandlungen in einem rechtlich dokumentierten Ablaufplan mit verbindlichen Zuständigkeiten, Reihenfolgen, Fristen und wechselseitigen Abhängigkeiten der einzelnen Handlungsschritte Rechtlich gesicherter Vollzug: Vorbereitung und Durchführung der Vollzugshandlungen, einschließlich Übertragungsakte (z. B. Abtretungen, Anteilsübertragungen), Kapitalmaßnahmen (z. B. Einziehung, Kapitalerhöhung), Registeranmeldungen, Mitteilungen an Aufsichtsbehörden sowie Ausführung von Zahlungsanweisungen und Sicherheitenbestellungen Übergang wirtschaftlicher Kontrolle: Klärung der Zurechnung von Nutzen, Lasten, Chancen und Risiken durch präzise Bestimmung des wirtschaftlichen Stichtags, Prüfung der Abgrenzungsregelungen für laufende Verträge und Bilanzposten, Herstellung faktischer Unternehmensverfügbarkeit Abwicklung von Escrow- und Zahlungsmechanismen: Durchführung von Zahlungen nach Maßgabe der vertraglichen Vereinbarungen, insbesondere Einzahlungen in Treuhandkonten, Kaufpreiszahlung, Earn-Out-Mechanismen, Kaufpreisanpassungen sowie parallele Zahlungsflüsse im Rahmen von Debt Push Down-Strukturen W&I-versicherungsrelevante Erklärungen: Abgabe von No Claims Declarations, Bring Down Certificate, Koordination mit dem W&I-Versicherer, Nachweisführung zu versicherungsrelevanten Erklärungen und Rückversicherungsregelungen Ziel ist ein vollständiger, rechtssicherer und dokumentierter Übergang des Zielunternehmens in den Einflussbereich des Käufers – in voller operativer Handlungsfähigkeit und unter Beachtung sämtlicher vertraglich und gesetzlich relevanter Voraussetzungen. 

 

Vollzugsnachbereitung und Strukturintegration

6.1 Käufermandat 

Nach dem Vollzug der Transaktion beginnt die Phase der strukturellen Eingliederung des Zielunternehmens in die Erwerberstruktur. Im Mittelpunkt stehen die juristisch belastbare Implementierung der Governance, die konsistente Verankerung des Beteiligungserwerbs in den gesellschaftsrechtlichen und steuerlichen Rahmen des Käufers sowie die Nachsteuerung vertraglicher oder tatsächlicher Strukturelemente. Unsere Begleitung in dieser Phase sichert die rechtliche Operationalisierung der erworbenen Beteiligung und stellt die steuer- und haftungsrechtliche Ordnung der Gesamtstruktur sicher. Unsere Leistungen umfassen insbesondere: Post-Closing-Governance-Implementierung: Umsetzung der vereinbarten Governance-Struktur, etwa durch Satzungsänderungen, Einziehung oder Ausgabe von Gesellschaftsanteilen, Umbesetzung von Organen, Installierung von Beiräten, Einrichtung von Zustimmungsvorbehalten oder Berichtspflichten gegenüber der Erwerbergesellschaft Rechtliche Eingliederung in bestehende Konzern- oder Beteiligungsstruktur: Anpassung von Ergebnisabführungs-, Beherrschungs- oder Verrechnungspreisvereinbarungen, Harmonisierung gruppeninterner Vertragsbeziehungen (z. B. Betriebsführungs-, Lizenz-, Dienstleistungs- oder Finanzierungsverträge), Integration in Cash-Pooling- und Compliance-Systeme Strukturelle Nachsteuerung: Umsetzung vertraglich vorgesehener Folgepflichten (z. B. Rückbeteiligungen, Earn-Out-Korrekturen, Optionsrechte), gesellschaftsrechtliche Umstrukturierungen (z. B. Formwechsel, Verschmelzungen, Asset-Strippings), Klärung und Bereinigung etwaiger offener Punkte aus der Due Diligence oder Vollzugsphase Transparente Strukturpflege: Ordnung und Dokumentation aller gesellschaftsrechtlich und steuerlich relevanten Umstellungen, etwa durch Nachdokumentation von Maßnahmen, Sicherstellung der Eintragung im Handelsregister, Harmonisierung von Geschäftsführerverträgen und internen Regelwerken Vorbereitung auf potenzielle Exit-Szenarien: Entwicklung einer rechtlich tragfähigen Exit-Infrastruktur, z. B. durch klare Anteils- und Stimmrechtsverhältnisse, strukturierte Gewinnverwendungsregelungen, sowie Beseitigung potenzieller Bewertungshemmnisse für Dritte Ziel ist eine rechtlich kohärente, steuerlich anschlussfähige und langfristig steuerbare Eingliederung der erworbenen Beteiligung – im Einklang mit der strategischen Zielstruktur des Käufers.

6.2 Verkäufermandat

Im Verkäufermandat dient die Vollzugsnachbereitung insbesondere der ordnungsgemäßen Abwicklung des Rückzugs aus der Zielstruktur, der Erfüllung etwaiger nachvertraglicher Verpflichtungen sowie der rechtlich eindeutigen Abgrenzung verbleibender Verantwortlichkeiten. Im Fokus stehen dabei sowohl die taktisch gesteuerte Umsetzung von Nebenpflichten als auch die Sicherung der rechtlichen und wirtschaftlichen Abschlussposition. Unsere Leistungen umfassen insbesondere: Rechtssichere Umsetzung von Nebenpflichten: Wahrnehmung vertraglich vereinbarter Mitwirkungspflichten nach Closing, z. B. bei Übergaben, Klarstellungen im Disclosure-Kontext, Unterstützung im Rahmen laufender Verfahren, Beistand bei Übergang von Vertragsverhältnissen oder operative Unterstützungsleistungen (Transitional Services) Begleitung vertraglich vorgesehener Nachverhandlungen oder Mechanismen: Rechtliche Steuerung von Earn-Out-Berechnungen, Kaufpreisanpassungen, Rückbeteiligungen, Put-/Call-Rechten, Treuhandfreigaben oder Nachzahlungen bei Eintritt bestimmter Bedingungen Strukturabschlüsse und Rechtsbereinigungen: Ausscheiden aus Organen, Rückgabe von Vollmachten, Aufhebung oder Ablösung gruppeninterner Verträge, Austritt aus Gremien oder Beendigung von Nebenverträgen; Mitwirkung bei steuerlichen Erklärungen oder Nachmeldungen Haftungsabsicherung und Rechtskontrolle: Prüfung und rechtliche Absicherung der abgeschlossenen Disclosure-Dokumentation, Klärung offener Risikopositionen im Hinblick auf mögliche Käuferreklamationen, Begleitung im Rahmen etwaiger Schadensmeldungen gegenüber der W&I-Versicherung Strukturelle Vorbereitung auf Re-Investments oder neue Transaktionen: Beratung bei der Verwendung des Verkaufserlöses in rechtlich und steuerlich optimierten Folgeinvestitionen, z. B. über Holdingstrukturen, Vermögensverwaltungsvehikel oder Re-Investitionsmodelle im Rahmen von Co-Investments Ziel ist ein rechtlich klar abgegrenzter, wirtschaftlich abgeschlossener und haftungsminimierter Rückzug aus der Zielstruktur – mit der Option, unter optimierten Rahmenbedingungen in neue Beteiligungsmodelle oder Nachfolgestrukturen einzutreten.

 

Transaction OfficE

Unser Leistungsangebot

Transaktionsanalyse und Strategieüberlegung

1.Käufermandat

 Im ersten Schritt einer Akquisition liegt der Fokus auf der rechtlichen Fundierung strategischer Zielsetzungen. Gegenstand dieser Phase ist die sorgfältige Analyse der strukturellen und regulatorischen Ausgangsbedingungen sowie der unternehmensspezifischen Rahmenparameter, die für den Zuschnitt einer rechtlich tragfähigen und wirtschaftlich anschlussfähigen Transaktionsstruktur maßgeblich sind. Unsere Beratung erfolgt strukturiert, interdisziplinär abgestimmt und mit Blick auf eine belastbare Entscheidungsgrundlage für die weitere Strukturierung. Unsere Leistungen umfassen insbesondere: Strukturaufnahme auf Käuferseite: Erhebung und rechtliche Auswertung der gesellschaftsrechtlichen, regulatorischen und konzernorganisatorischen Ausgangssituation, einschließlich gruppeninterner Kontrollmechanismen, Stimmbindungen, Cash-Pooling-Mechanismen, Finanzierungsrestriktionen sowie regulatorisch relevanter Schwellen (z. B. Beteiligungsgrenzen nach Außenwirtschaftsrecht oder sektorspezifische Genehmigungspflichten)


 Erwerbsmodellprüfung: Rechtliche Vorstrukturierung möglicher Erwerbsansätze – etwa vollständiger Anteilserwerb bei Holdingstrukturen mit nachgelagerter operativer Einheit, sukzessiver Beteiligungserwerb mit gesicherter Kontrollkomponente, oder Einbringung in eine strategische Plattformgesellschaft mit Governance-Kopplung – unter Berücksichtigung steuerlicher Erwerbsnebenwirkungen, Transaktionskosten und Strukturtransparenz


 Analyse der Zielstruktur:

 Erste rechtliche Beurteilung der Beteiligungs-, Vertrags- und Finanzierungsstruktur des Zielunternehmens, insbesondere im Hinblick auf bestehende Mitspracherechte Dritter (z. B. Zustimmungserfordernisse in Gesellschaftervereinbarungen), vorvertragliche Bindungen (z. B. Vorkaufsrechte, Mitverkaufsverpflichtungen), langfristige Vertragsbindungen (z. B. Betriebsimmobilien mit gesicherter Laufzeitbindung) sowie potenzielle Integrationsbarrieren Governance- und Kontrollkonzeption:

 Entwicklung erster Hypothesen für die zukünftige Governance-Struktur unter Berücksichtigung unternehmerischer Einflussrechte, Berichtslinien, Zustimmungsbedarfe sowie möglicher Organdualitäten zwischen Altgesellschaftern und Erwerberseite Strategische Transaktionsplanung: Entwicklung eines rechtlich umsetzbaren, wirtschaftlich tragfähigen und organisatorisch steuerbaren Transaktionsansatzes, einschließlich erster Überlegungen zur Strukturabfolge (z. B. Pre-Signing-Vorbereitung, Zwischenschritte, Closing-Voraussetzungen), zur Einbettung in bestehende Holdingstrukturen sowie zur Absicherung etwaiger Drittbeteiligungen Ziel ist eine differenzierte, rechtlich fundierte und strategisch konsistente Entscheidungsgrundlage, die den weiteren Prozessverlauf strukturiert, Investitionsrisiken frühzeitig adressiert und Anschlussfähigkeit gegenüber internen und externen Stakeholdern sichert.


1.2. Verkäufermandat

Auf Verkäuferseite steht die rechtliche Vorstrukturierung eines geordneten, absicherungsfähigen und wertmaximierenden Verkaufsprozesses im Mittelpunkt. Die Ausgangsstruktur des Unternehmens – insbesondere bestehende Beteiligungsverhältnisse, Kapitalstruktur, gesellschaftsvertragliche Bindungen und finanzielle Rahmenbedingungen – ist dabei regelmäßig ebenso transaktionsprägend wie die Zielsetzung des Verkaufs. Unsere Begleitung erfolgt vorausschauend, strukturierend und mit Blick auf ein rechtsfestes Fundament für alle weiteren Prozessphasen. Unsere Leistungen umfassen insbesondere: Analyse der veräußerungsbezogenen Strukturparameter: Rechtliche Prüfung der Beteiligungsstruktur, insbesondere hinsichtlich Stimmrechtsverhältnissen, Mehrheits- oder Vetorechten, bestehender Poolvereinbarungen, Vinkulierungen, Haltefristen sowie möglicher Bindungen an Fremdkapitalgeber (z. B. Rangrücktrittsvereinbarungen, Change-of-Control-Klauseln, Covenants) Vorprüfung transaktionskritischer Sachverhalte: Identifikation rechtlicher Strukturdefizite, die einem kontrollierten Verkaufsprozess entgegenstehen könnten – etwa komplexe Verflechtungen mit Schwester- oder Konzerngesellschaften, Verpachtung an Gesellschafter, atypisch stille Beteiligungen, unausgeglichene Geschäftsführeranstellungsverträge oder offene gesellschaftsrechtliche Streitstände Veräußerungskonzeption: Entwicklung eines rechtlich tragfähigen Transaktionsmodells – etwa als Anteilskauf mit Rückbeteiligung, Verkauf durch vorgelagerten Carve-Out, konzerninterne Strukturvorbereitung oder Holding-Level-Exit – unter Berücksichtigung der Interessenlage der Altgesellschafter, der steuerlichen Optimierungsmöglichkeiten sowie der bestehenden vertraglichen Strukturbindungen Transaktionsfähigkeit der Gesellschaft: Vorbereitung und rechtliche Bewertung struktureller Vormaßnahmen – z. B. Bereinigung von Gesellschafterlisten, Verschlankung der Geschäftsführungsstruktur, Harmonisierung von Dienstleistungsverträgen innerhalb von Unternehmensgruppen, Entlastung oder Neuordnung gesellschaftsrechtlicher Haftungskonstellationen Strategische Käuferanalyse aus rechtlicher Sicht: Erste Einordnung potenzieller Investoren oder Käufergruppen unter Berücksichtigung kartellrechtlicher, investitionskontrollrechtlicher oder sonstiger regulatorischer Anforderungen sowie deren Auswirkungen auf den zu strukturierenden Prozess (z. B. längere Genehmigungsfristen, Offenlegungspflichten, Vorbereitungsaufwand für Freigabeverfahren) Ziel ist eine rechtlich tragfähige Ausgangsposition für ein professionelles und absicherungsfähiges Verkaufsverfahren, das sowohl den Interessen des Gesellschafterkreises als auch den Anforderungen eines investorenfähigen Prozesses gerecht wird.

 

Vorbereitung und indikative Phase

2. Käufermandat

Im Anschluss an die strategische Zieldefinition erfolgt die konkrete Ausgestaltung der rechtlichen Erwerbsstruktur sowie die systematische Vorbereitung des Transaktionsprozesses. Zentrale Zielsetzung ist die rechtlich präzise, wirtschaftlich konsistente und operativ durchführbare Abbildung des Erwerbsmodells in einer belastbaren Struktur, die sowohl Transaktionsfähigkeit als auch Absicherung ermöglicht.


 Unsere Leistungen umfassen insbesondere: Ausgestaltung der Erwerbsstruktur: 


Entwicklung einer rechtlich tragfähigen und steuerlich abgestimmten Erwerbsstruktur, etwa durch Erwerb über eine neu gegründete Erwerbsgesellschaft (NewCo), Einbindung von Fremdkapitalgebern mit Sicherheitenstruktur, Holdinganbindung zur Gruppeneinbettung oder Vorzugseinbindung bestehender Altgesellschafter mittels Governance-Bindungen und Stimmbindungsvereinbarungen Gestaltung der Governance auf Erwerberseite: Strukturierung von Kontrollrechten, Weisungsverhältnissen und Berichtspflichten innerhalb der Beteiligungskette, inklusive Abstimmung von Vetorechten, Informationsrechten, Zustimmungsbedarfen und etwaigen Tagging/Dragging-Klauseln bei geplanter Mitbeteiligung Dritter Rechtliche Strukturierung des Transaktionsablaufs: Entwicklung eines vollständigen Ablaufmodells mit allen wesentlichen rechtlichen Handlungsschritten von der Unterzeichnung bis zum Vollzug, inklusive Gestaltung von Signing- und Closing-Bedingungen, Eskalationsmechanismen, Vollmachtsregelungen und materiellen Voraussetzungen für Transaktionsreife Vertragsvorbereitung auf Käuferseite: 

Erstellung oder rechtliche Prüfung erster indikationsbasierter Dokumente wie Non-Binding Offers, Term Sheets oder strukturierter Letters of Intent, mit klarer Trennung zwischen verhandlungsrelevanten Eckpunkten, Prozesssicherungsmechanismen und Vorbehalten Sicherung der prozessualen Handlungsfähigkeit: Abstimmung interner Governance-Vorgaben auf Erwerberseite (z. B. interne Zustimmungsprozesse, Bevollmächtigungen, Investitionsgrenzen), Einrichtung eines rechtlich tragfähigen Projektmanagements (Dokumentenstruktur, Kommunikationsregelungen, Koordinationsmechanismen) und Vorbereitung rechtlich erforderlicher Genehmigungsprozesse (z. B. FDI, Kartellrecht) Frühzeitige Abstimmung auf Warranty & Indemnity-Versicherungen: Prüfung der versicherungsseitigen Voraussetzungen für eine Warranty & Indemnity-Versicherung, inklusive Dokumentationsstrategie, Disclosure-Vorbereitung und risikoorientierter Voranalyse zur Bewertung der Underwriting-Fähigkeit der angestrebten Struktur Ziel ist ein strukturierter, rechtlich belastbarer und strategisch durchführbarer Transaktionsansatz, der die wirtschaftlichen Interessen des Käufers wahrt, prozessuale Risiken kontrolliert und den Transaktionsprozess auf eine rechtlich tragfähige Grundlage stellt.


 2.2 Verkäufermandat 

Für den Verkäufer beginnt mit der Strukturierungs- und Vorbereitungsphase die eigentliche Operationalisierung des Veräußerungsvorhabens. Im Vordergrund steht die rechtliche Konzeption eines absicherungsfähigen Transaktionsmodells, die risikoadjustierte Ausgestaltung der Verkaufsstruktur sowie die vertragliche Rahmung des indikationsgestützten Erstkontakts mit potenziellen Erwerbern. Unsere Leistungen umfassen insbesondere: Strukturierung des Verkaufsmodells: Entwicklung einer rechtlich tragfähigen und steuerlich optimierten Veräußerungsstruktur – etwa als Share Deal über eine Verkaufsvehikelstruktur mit Vorab-Carve-Outs, als Asset Deal bei heterogenen Vermögenskomponenten oder als kombinierter Anteilskauf mit Rückbeteiligung und Governance-Kopplung –, unter Berücksichtigung vertraglicher Vorbindungen, Nachhaftungsrisiken und Nachsteuerungserfordernissen Vertragliche Vorstrukturierung: Erstellung und rechtliche Prüfung von indikationsbasierten Dokumenten wie strukturierte Letters of Intent, indikative Angeboten oder Term Sheets mit absicherungsfähiger Abgrenzung zwischen wirtschaftlichen Parametern (Preis, Struktur, Earn-Out-Mechanismen) und rechtlichen Vorbehalten (Due Diligence, Finanzierungsvorbehalt, behördliche Genehmigungen) Gestaltung von Vertraulichkeit und Exklusivität: Entwurf und Verhandlung von NDAs mit Fokus auf Transaktionsschutz, Datenraumintegrität, zeitliche und sachliche Zugriffsbeschränkungen, sowie strukturierter Ausgestaltung von Exklusivitätsvereinbarungen, inkl. Break Fees, No-Shop-Klauseln und Eskalationsmechanismen bei Prozessverzögerung Rechtliche Prozesskonzeption:

 Entwicklung einer tragfähigen Transaktionsarchitektur mit abgestimmtem Zeitplan, Zuweisung von Zuständigkeiten innerhalb der Verkäuferstruktur, klaren Regelungen zur Prozessführung, Einrichtung eines rechtlich strukturierten Datenraums inklusive Zugriffskonzept, Disclosure-Regime und rechtssicherer Dokumentation Absicherung strategischer Optionen: Rechtliche Vorbereitung alternativer Veräußerungsszenarien für den Fall struktureller Hürden oder divergierender Käuferprofile, einschließlich Aufteilung in Teilgesellschaften, Spin-offs oder Asset-Stripping-Modelle mit anschließender Anteilsveräußerung W&I-Vorbereitung auf Verkäuferseite: Strukturierung der transaktionsrelevanten Vorkehrungen zur Ermöglichung einer W&I-Versicherung – etwa durch Disclosure-Vorbereitung, Definition des relevanten Offenlegungsmaßstabs, strategische Dokumentation und Auswahl geeigneter Referenzunterlagen für den Underwriting-Prozess Ziel ist die rechtssichere, dokumentierte und strategisch gesteuerte Vorbereitung eines strukturierten Verkaufsprozesses, der prozessuale Handlungsfähigkeit gewährleistet, wirtschaftliche Zielgrößen absichert und spätere Verhandlungspositionen rechtlich fundiert vorbereitet.

 

Vertragsgestaltung und Vertragsabschluss 

3.1 Käufermandat 

Die rechtliche Due Diligence bildet den zentralen Prüfungsbaustein zur Identifikation, Einordnung und Steuerung transaktionsrelevanter Risiken. Sie schafft die Grundlage für eine strukturadäquate vertragliche Absicherung, eine risikogerechte Kaufpreisgestaltung sowie eine fundierte Entscheidung über Struktur, Timing und Umfang der Akquisition. Unsere Prüfung erfolgt risikoorientiert, verhandlungsfokussiert und mit Blick auf die Integration in die Zielstruktur des Käufers. Unsere Leistungen umfassen insbesondere: Rechtliche Gesamtprüfung mit Risikofokus: Durchführung einer strukturierten Legal Due Diligence unter Einbeziehung sämtlicher prüfungsrelevanter Rechtsbereiche, insbesondere Gesellschaftsrecht (Beteiligungs- und Kontrollverhältnisse, Satzung, Gesellschaftervereinbarungen), Vertragsrecht (Schlüsselverträge, Änderungsklauseln, Laufzeiten, Kündigungsrechte), Arbeitsrecht (Betriebsvereinbarungen, Geschäftsführerverträge, Pensionszusagen), IP/IT (Rechtekette, Lizenzen, Open Source, Schutzrechte), Immobilienrecht (Eigentum, Mietverhältnisse, Belastungen), Datenschutz (Compliance, Haftungsrisiken), Finanzierungsstruktur (Kreditverträge, Covenants, Sicherheiten) sowie öffentlich-rechtliche Rahmenbedingungen (z. B. Genehmigungen, Fördermittel, Exportkontrolle) Risikobewertung und Handlungsempfehlungen: Einordnung identifizierter Sachverhalte hinsichtlich ihrer rechtlichen Relevanz, wirtschaftlichen Auswirkung und vertraglichen Steuerbarkeit, mit systematischer Abgrenzung zwischen verhandelbaren Risiken, versicherbaren Sachverhalten (W&I) und strukturrelevanten Dealbreakern Erstellung eines Red Flag Reports oder Vollgutachtens: Aufbereitung der wesentlichen Ergebnisse im Rahmen eines strukturierten Reports, je nach Transaktionsphase als Red Flag Review (Transaktionsrelevanz, Risikogewicht, Steuerbarkeit) oder als umfassende Legal Due Diligence mit Anlagenverzeichnis, Kommentierung einzelner Dokumente und Querverweisen auf Vertragsgestaltungsempfehlungen Ableitung konkreter Vertragsimplikationen: Überführung der Prüfergebnisse in konkrete Handlungsanweisungen für die Vertragsdokumentation, insbesondere durch Entwicklung eines passgenauen Garantiekatalogs, Vorschläge für Freistellungsklauseln, Cap/De-Minimis/Basket-Systematik, Kaufpreismechanismen (z. B. Retention, Earn-Out, Escrow) sowie Rücktrittsrechte und Closing Conditions Versicherbarkeit und W&I-Anbindung: Analyse der Eignung wesentlicher Risiken für eine Absicherung über eine Warranty & Indemnity-Versicherung, Vorbereitung underwriting-fähiger Disclosure-Materialien, Begleitung von Underwriting Calls sowie rechtliche Koordination mit Maklern und Versicherern Ziel ist ein rechtlich fundiertes, wirtschaftlich übersetzbares und strukturell anschlussfähiges Risikoprofil, das eine präzise und verhandlungsstarke Ausgestaltung der Transaktionsverträge ermöglicht und die Grundlage für eine risikoadjustierte Investitionsentscheidung bildet.


3.2 Verkäufermandat

Im Verkäufermandat dient die rechtliche Prüfung und Risikobewertung vor allem der strategischen Prozesssteuerung, der kontrollierten Risikodokumentation und der absicherungsfähigen Vorbereitung auf Käuferaudits. Ziel ist die rechtlich belastbare Präsentation des Zielunternehmens, die Minimierung nachvertraglicher Haftungsrisiken sowie die gezielte Vorbereitung auf W&I-Prozesse und Vertragsverhandlungen. Unsere Leistungen umfassen insbesondere: Vorbereitung einer Vendor Due Diligence oder Buyer-Facing Disclosure: Strukturierte rechtliche Prüfung wesentlicher Transaktionsbereiche im Vorfeld der Käuferprüfung, mit dem Ziel einer kontrollierten Offenlegung, haftungssicheren Dokumentation und proaktiven Risikosteuerung durch konsistente Darstellungen Dokumentationsstrategie für Disclosure-Prozesse: Aufbau eines dokumentengestützten Disclosure-Regimes mit rechtlich tragfähiger Ordnung, einheitlicher Kommentierung, Freigabestrukturen und Rückführbarkeit der relevanten Sachverhalte; Vorbereitung von Disclosure Letter und relevanten Disclosure Schedules zur späteren Garantieabsicherung Review interner Risiken und Optimierung: Identifikation strukturkritischer oder haftungsrelevanter Risiken, die vor Offenlegung intern bereinigt oder neutralisiert werden sollten (z. B. Geschäftsführerverträge mit untypischen Kündigungsschutzregelungen, Verträge mit Change-of-Control-Klauseln, kartellrechtlich problematische Vertriebsbindungen) Strategische Vorbereitung auf Käufer-Q&A: Einrichtung eines rechtlich abgesicherten Kommunikationsverfahrens für Rückfragen von Käuferseite, einschließlich Q&A-Prozessregeln, Prüfpfad-Dokumentation und Kommentierungssicherheit Absicherung durch W&I-Prozesssteuerung: Beratung zur Vorbereitung einer W&I-kompatiblen Risikopräsentation, Entwicklung einer konsistenten Disclosure-Strategie sowie rechtliche Begleitung von Underwriting-Prozessen, inklusive juristisch abgesicherter Formulierung von Bring-Down-Certificates Ziel ist die rechtlich kontrollierte und haftungsbewusste Vorbereitung der Verkäuferseite auf eine Käuferprüfung, die eine haftungsbegrenzte, wirtschaftlich sachgerechte und versicherbare Abbildung der Verhältnisse im Transaktionskontext ermöglicht.

 

Transaktionsvollzug und Übergang der Kontrolle

4.1 Käufermandat

Die rechtliche Ausgestaltung der Transaktionsverträge bestimmt Reichweite, Wirksamkeit und wirtschaftliche Durchsetzbarkeit der vereinbarten Parameter. Im Käufermandat zielt die Vertragsgestaltung auf die risikoadjustierte Absicherung der Investition, die steuerbare Integration des Zielunternehmens und die Vermeidung nachvertraglicher Belastungen. Die Vertragsarchitektur wird dabei im Lichte der Due Diligence-Ergebnisse, der geplanten Governance-Struktur und der geplanten Absicherungsmechanismen entwickelt. Unsere Leistungen umfassen insbesondere: Vertragsentwurf und Verhandlung: Erstellung, Prüfung und strategisch ausgerichtete Verhandlung sämtlicher transaktionsrelevanter Vertragswerke, insbesondere Unternehmenskaufverträge (SPA/APA), Beteiligungsverträge, Gesellschaftervereinbarungen und etwaiger Nebenabreden (z. B. Managementverträge, Liefer- oder Lizenzverträge, IP-Übertragungsvereinbarungen) Kaufpreis- und Zahlungsmechanik: Ausgestaltung des Kaufpreismechanismus unter Berücksichtigung bilanzbezogener Anpassungsklauseln (Closing Accounts), Fixpreisregelungen mit Locked Box, Earn-Out-Komponenten oder Retention-Modellen, einschließlich Definition des wirtschaftlichen Stichtags, Zahlungsmodalitäten, Escrow-Strukturen und steuerlicher Behandlung Haftungssystematik und Garantien: Entwicklung eines gestuften Garantiekonzepts mit Differenzierung zwischen Fundamentalgarantien (z. B. Eigentum an Anteilen, Vertretungsbefugnis), operativen Garantien (z. B. Vertragsbeziehungen, Compliance, Umwelt, Arbeitsverhältnisse) und Steuergarantien; Festlegung von De-Minimis-Schwellen, Basket-Mechanismen, Cap, Verjährungsregelungen sowie Modalitäten der Rechtsausübung Freistellungen und Risikozuweisung: Vertragsseitige Absicherung identifizierter oder strukturbedingter Risiken (z. B. Altverbindlichkeiten, Pensionszusagen, streitige Steuerfragen, anhängige Verfahren) über spezifische Freistellungsklauseln, unter Einbindung von Zugriffsmöglichkeiten auf Escrow-Konten oder Rückforderungsrechten bei Triggern Integration der W&I-Versicherung: Abstimmung der vertraglichen Garantie- und Haftungsregelungen auf die Anforderungen der Warranty & Indemnity-Versicherung, insbesondere hinsichtlich Deckungssystematik, Formulierungen, Ausschlussregelungen, Offenlegungsmaßstab, No Claims Declaration, Bring-Down-Certificate sowie Nachhaftungsgrenzen Vollzugsbedingungen und Rücktrittsrechte: Gestaltung der aufschiebenden Bedingungen (Conditions Precedent), z. B. behördliche Genehmigungen, Drittzustimmungen, Aufhebung bestimmter Verträge oder gesellschaftsrechtliche Strukturmaßnahmen, einschließlich Regelungen zum Rücktritt oder Anpassung bei Nichterfüllung Governance und Mitwirkungsrechte: Vertragliche Absicherung der zukünftigen Einflussnahme des Käufers (bei Teil- oder Rückbeteiligungen), insbesondere durch Vetorechte, Berichtspflichten, Zustimmungserfordernisse und Ausschüttungsregelungen Wettbewerbs- und Verhaltensregelungen: Vereinbarung nachvertraglicher Nebenpflichten wie Wettbewerbsverbote, Abwerbeverbote, Vertraulichkeit, Nichtverwertung, Rückgabe- oder Löschungsverpflichtungen in Bezug auf sensible Informationen und IP Rechtswahl, Streitbeilegung und Gerichtsstand: Festlegung geeigneter Schieds- oder Gerichtsstandsregelungen, Strukturierung interner Streitbeilegungsmechanismen (z. B. Mediation, Schiedsgutachter), Mitwirkungspflichten der Parteien sowie Absicherung vertraglicher Schlussbestimmungen Ziel ist ein rechtlich tragfähiges und wirtschaftlich durchsetzbares Vertragswerk, das Risiken angemessen adressiert, Investitionsziele schützt und spätere Streitigkeiten durch strukturelle Klarheit und vorausschauende Regelung vermeidet.

4.2 Verkäufermandat

Für Verkäufer ist die Vertragsgestaltung der zentrale Hebel zur Haftungsbegrenzung, Strukturwahrung und Sicherstellung der wirtschaftlichen Zielerreichung. Die Gestaltung erfolgt unter besonderer Berücksichtigung der Offenlegungssystematik, der Eingrenzung von Haftungsszenarien sowie der Vermeidung nachvertraglicher Bindungen. Der Vertragsinhalt muss sowohl versicherbar als auch durchsetzbar sein – unter Berücksichtigung des Disclosure-Konzepts, der Rückbeteiligungsszenarien und der strategischen Nachsteuerungsoptionen. Unsere Leistungen umfassen insbesondere: Verhandlungsstrategie und Dokumentenführung: Strukturierte Verhandlung und redaktionelle Führung der Vertragsdokumente auf Basis des wirtschaftlichen Zielbilds, der Risikoverteilung und des offenlegungsbasierten Garantieverständnisses Kaufpreisregelung und Absicherung: Mitwirkung bei der Ausgestaltung eines wirtschaftlich tragfähigen Kaufpreissystems mit klarer Abgrenzung zwischen garantierten und variablen Bestandteilen (z. B. Earn-Out, Verkäuferdarlehen, Verkäuferescrow), Definition von Stichtagen, Zahlungskonditionen und Abrechnungsvorgaben Begrenzung der Haftung: Entwicklung eines absicherungsfähigen Garantiekatalogs mit konkreter Bezugnahme auf die Offenlegung, Ausschluss pauschaler Wissensgarantien, Formulierung qualifizierter Kenntnisklauseln, Enthaftungstatbestände und materieller Voraussetzungen für Schadensersatz, klare De-Minimis- und Cap-Struktur sowie Absicherung durch zeitliche Verjährungsgrenzen Disclosure-Systematik: Entwicklung und rechtliche Absicherung eines rechtlich tragfähigen Disclosure-Modells einschließlich Disclosure Letter, Schedules und prozesssicherer Dokumentation der zugrunde gelegten Sachverhalte (z. B. Q&A-Protokolle, Datenraumauszüge, begleitende Kommentare) Vermeidung offener Rückwirkungspflichten: Absicherung gegen nachvertragliche Pflichten durch enge Begrenzung der Nebenpflichten, präzise Definition von Wettbewerbsverboten, Abwerbeverboten und sonstigen Verhaltenspflichten, Rückbeteiligungsregelungen mit strukturellen Exit-Klauseln Absicherung durch W&I-Versicherung: Vertragsseitige Einbettung der W&I-Struktur in das Gesamtkonzept, insbesondere durch Formulierung versicherungsfähiger Garantien, Abgrenzung nicht gedeckter Risiken und Mitwirkung bei der Abstimmung mit dem Versicherer Vollzugsstruktur und Rücktrittsrechte: Klar definierte Voraussetzungen für Signing und Closing, einschließlich Rücktrittsrechte des Verkäufers bei Nichterfüllung durch den Käufer, Ausgestaltung der Interimsphase mit Zustimmungs- und Berichtspflichten des Käufers bei wesentlichen Veränderungen Gerichtsstand, Rechtswahl und Streitbeilegung: Durchsetzung eines sachgerechten Streitbeilegungskonzepts (z. B. deutsches Recht, DIS-Schiedsgerichtsbarkeit, Vertraulichkeitsregeln, Zugriffsbegrenzungen), Absicherung der prozessualen Interessen des Verkäufers Ziel ist ein rechtlich klar strukturiertes, haftungsbegrenztes und wirtschaftlich balanciertes Vertragsgefüge, das die wirtschaftlichen Interessen des Verkäufers schützt, Risiken wirksam begrenzt und eine Exit-Fähigkeit auch unter anspruchsvollen Transaktionsbedingungen sicherstellt.

 

Post-Closing-Begleitung und Nachstrukturierung

5.1 Käufermandat

Mit dem Vollzug (Closing) wird der wirtschaftliche Übergang des Zielunternehmens vollzogen. In dieser Phase begleiten wir den Käufer bei der rechtlich strukturierten und absicherungsfähigen Durchführung der vereinbarten Vollzugshandlungen. Ziel ist die vollständige rechtswirksame Übertragung der Beteiligung, die Herstellung operativer Handlungsfähigkeit und die Sicherstellung der Integration in die bestehende Unternehmensstruktur. Unsere Leistungen umfassen insbesondere: Koordination und Dokumentation der Closing Conditions: Prüfung der aufschiebenden Bedingungen einschließlich kartell- und investitionsrechtlicher Freigaben, gesellschaftsrechtlicher Zustimmungen, Beendigung oder Novation wesentlicher Verträge, Drittzustimmungen (z. B. Vermieter, Kunden, Banken), sowie Abgleich mit den vertraglich vereinbarten Voraussetzungen für das Closing Erstellung eines Closing Memorandums: Strukturierung aller Vollzugshandlungen in einem rechtlich dokumentierten Ablaufplan mit verbindlichen Zuständigkeiten, Reihenfolgen, Fristen und wechselseitigen Abhängigkeiten der einzelnen Handlungsschritte Rechtlich gesicherter Vollzug: Vorbereitung und Durchführung der Vollzugshandlungen, einschließlich Übertragungsakte (z. B. Abtretungen, Anteilsübertragungen), Kapitalmaßnahmen (z. B. Einziehung, Kapitalerhöhung), Registeranmeldungen, Mitteilungen an Aufsichtsbehörden sowie Ausführung von Zahlungsanweisungen und Sicherheitenbestellungen Übergang wirtschaftlicher Kontrolle: Klärung der Zurechnung von Nutzen, Lasten, Chancen und Risiken durch präzise Bestimmung des wirtschaftlichen Stichtags, Prüfung der Abgrenzungsregelungen für laufende Verträge und Bilanzposten, Herstellung faktischer Unternehmensverfügbarkeit Abwicklung von Escrow- und Zahlungsmechanismen: Durchführung von Zahlungen nach Maßgabe der vertraglichen Vereinbarungen, insbesondere Einzahlungen in Treuhandkonten, Kaufpreiszahlung, Earn-Out-Mechanismen, Kaufpreisanpassungen sowie parallele Zahlungsflüsse im Rahmen von Debt Push Down-Strukturen W&I-versicherungsrelevante Erklärungen: Abgabe von No Claims Declarations, Bring Down Certificate, Koordination mit dem W&I-Versicherer, Nachweisführung zu versicherungsrelevanten Erklärungen und Rückversicherungsregelungen Ziel ist ein vollständiger, rechtssicherer und dokumentierter Übergang des Zielunternehmens in den Einflussbereich des Käufers – in voller operativer Handlungsfähigkeit und unter Beachtung sämtlicher vertraglich und gesetzlich relevanter Voraussetzungen. 

 

Vollzugsnachbereitung und Strukturintegration

6.1 Käufermandat 

Nach dem Vollzug der Transaktion beginnt die Phase der strukturellen Eingliederung des Zielunternehmens in die Erwerberstruktur. Im Mittelpunkt stehen die juristisch belastbare Implementierung der Governance, die konsistente Verankerung des Beteiligungserwerbs in den gesellschaftsrechtlichen und steuerlichen Rahmen des Käufers sowie die Nachsteuerung vertraglicher oder tatsächlicher Strukturelemente. Unsere Begleitung in dieser Phase sichert die rechtliche Operationalisierung der erworbenen Beteiligung und stellt die steuer- und haftungsrechtliche Ordnung der Gesamtstruktur sicher. Unsere Leistungen umfassen insbesondere: Post-Closing-Governance-Implementierung: Umsetzung der vereinbarten Governance-Struktur, etwa durch Satzungsänderungen, Einziehung oder Ausgabe von Gesellschaftsanteilen, Umbesetzung von Organen, Installierung von Beiräten, Einrichtung von Zustimmungsvorbehalten oder Berichtspflichten gegenüber der Erwerbergesellschaft Rechtliche Eingliederung in bestehende Konzern- oder Beteiligungsstruktur: Anpassung von Ergebnisabführungs-, Beherrschungs- oder Verrechnungspreisvereinbarungen, Harmonisierung gruppeninterner Vertragsbeziehungen (z. B. Betriebsführungs-, Lizenz-, Dienstleistungs- oder Finanzierungsverträge), Integration in Cash-Pooling- und Compliance-Systeme Strukturelle Nachsteuerung: Umsetzung vertraglich vorgesehener Folgepflichten (z. B. Rückbeteiligungen, Earn-Out-Korrekturen, Optionsrechte), gesellschaftsrechtliche Umstrukturierungen (z. B. Formwechsel, Verschmelzungen, Asset-Strippings), Klärung und Bereinigung etwaiger offener Punkte aus der Due Diligence oder Vollzugsphase Transparente Strukturpflege: Ordnung und Dokumentation aller gesellschaftsrechtlich und steuerlich relevanten Umstellungen, etwa durch Nachdokumentation von Maßnahmen, Sicherstellung der Eintragung im Handelsregister, Harmonisierung von Geschäftsführerverträgen und internen Regelwerken Vorbereitung auf potenzielle Exit-Szenarien: Entwicklung einer rechtlich tragfähigen Exit-Infrastruktur, z. B. durch klare Anteils- und Stimmrechtsverhältnisse, strukturierte Gewinnverwendungsregelungen, sowie Beseitigung potenzieller Bewertungshemmnisse für Dritte Ziel ist eine rechtlich kohärente, steuerlich anschlussfähige und langfristig steuerbare Eingliederung der erworbenen Beteiligung – im Einklang mit der strategischen Zielstruktur des Käufers.

6.2 Verkäufermandat

Im Verkäufermandat dient die Vollzugsnachbereitung insbesondere der ordnungsgemäßen Abwicklung des Rückzugs aus der Zielstruktur, der Erfüllung etwaiger nachvertraglicher Verpflichtungen sowie der rechtlich eindeutigen Abgrenzung verbleibender Verantwortlichkeiten. Im Fokus stehen dabei sowohl die taktisch gesteuerte Umsetzung von Nebenpflichten als auch die Sicherung der rechtlichen und wirtschaftlichen Abschlussposition. Unsere Leistungen umfassen insbesondere: Rechtssichere Umsetzung von Nebenpflichten: Wahrnehmung vertraglich vereinbarter Mitwirkungspflichten nach Closing, z. B. bei Übergaben, Klarstellungen im Disclosure-Kontext, Unterstützung im Rahmen laufender Verfahren, Beistand bei Übergang von Vertragsverhältnissen oder operative Unterstützungsleistungen (Transitional Services) Begleitung vertraglich vorgesehener Nachverhandlungen oder Mechanismen: Rechtliche Steuerung von Earn-Out-Berechnungen, Kaufpreisanpassungen, Rückbeteiligungen, Put-/Call-Rechten, Treuhandfreigaben oder Nachzahlungen bei Eintritt bestimmter Bedingungen Strukturabschlüsse und Rechtsbereinigungen: Ausscheiden aus Organen, Rückgabe von Vollmachten, Aufhebung oder Ablösung gruppeninterner Verträge, Austritt aus Gremien oder Beendigung von Nebenverträgen; Mitwirkung bei steuerlichen Erklärungen oder Nachmeldungen Haftungsabsicherung und Rechtskontrolle: Prüfung und rechtliche Absicherung der abgeschlossenen Disclosure-Dokumentation, Klärung offener Risikopositionen im Hinblick auf mögliche Käuferreklamationen, Begleitung im Rahmen etwaiger Schadensmeldungen gegenüber der W&I-Versicherung Strukturelle Vorbereitung auf Re-Investments oder neue Transaktionen: Beratung bei der Verwendung des Verkaufserlöses in rechtlich und steuerlich optimierten Folgeinvestitionen, z. B. über Holdingstrukturen, Vermögensverwaltungsvehikel oder Re-Investitionsmodelle im Rahmen von Co-Investments Ziel ist ein rechtlich klar abgegrenzter, wirtschaftlich abgeschlossener und haftungsminimierter Rückzug aus der Zielstruktur – mit der Option, unter optimierten Rahmenbedingungen in neue Beteiligungsmodelle oder Nachfolgestrukturen einzutreten.

 

Unternehmensnachfolge

Ihr Vorteil

Mit Kafka Law erhalten Sie eine rechtliche Beratung, die wirtschaftliche Zielsetzungen versteht, familiäre Interessen berücksichtigt und strategisch gestaltet.


Unsere Arbeitsweise verbindet juristische Präzision mit wirtschaftlichem Weitblick und effizienter Umsetzung. Wir begleiten Ihre Unternehmensnachfolge von der rechtssicheren Vorbereitung über die vertragliche Gestaltung bis hin zur strukturellen Integration – für klare Regelungen, belastbare Strukturen und den langfristigen Erhalt geschaffener Werte.

 

Kontakt

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Eine verantwortungsvolle und weitblickende Gestaltung von Unternehmensnachfolgen und Vermögensstrukturen erfordert Vertrauen, Sorgfalt und ein präzises Verständnis für die individuellen Anforderungen Ihrer Situation. Wenn Sie Ihre Nachfolge rechtssicher ordnen oder Ihre Vermögensstrukturen strategisch und belastbar gestalten möchten, begleiten wir Sie dabei gerne persönlich und mit höchster fachlicher Präzision.


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